Köln - Nicht mehr lange und die Auslagen der Supermärkte und Kaufhäuser werden sich wieder mit Spekulatius, Lebkuchen und Christstollen füllen. Irgendwie hat man das Gefühl, dass die Weihnachtszeit jedes Jahr ein bisschen früher beginnt. Im Offiziellen Bundesliga Manager (OBM) prägt der Tannenbaum sogar schon seit August das Geschehen.

Zugegebenermaßen handelt es sich beim OBM-Tannenbaum nicht um frischgeschlagenes Nadelholz, das mit reichlich Schmuck und Lametta behängt und mit Kerzen verziert wird, sondern um das 4-3-2-1-Spielsystem, das aufgrund seines pyramidenförmigen Aufbaus auch das "Tannenbaum-System" genannt wird. Kein anderes System hat virtuell eine so gute Erfolgsquote. 52,6 Prozent der OBM-Teams, die an den ersten sechs Spieltagen im 4-3-2-1 aufliefen, gingen am Ende als Sieger vom Platz.

Das 4-2-3-1-System landet im OBM nur auf Platz drei



Ein Umstand, der die Trainer der Bundesliga eventuell ins Grübeln bringen sollte, denn derzeit setzen nur wenige Übungsleiter auf diese Formation, die vor allem eine stabile Defensive ermöglicht. Wesentlich beliebter ist bei den Übungsleitern das auch von der Nationalmannschaft vorwiegend praktizierte 4-2-3-1. Gleich acht Teams liefen am vergangenen Wochenende in dieser Grundordnung auf. Mit einer Siegquote von 48,9 Prozent liegt das am weitesten verbreitete System der Bundesliga im OBM-Taktikranking nur auf Platz drei. Gemeinsam mit dem 4-4-1-1, das die gleiche Erfolgsquote vorweisen kann.

Noch etwas besser lief es für die OBM-Manager, die ihre Mannschaft im 4-4-2 auf den Rasen schickten: In 49,3 Prozent der Fälle konnten sie sich über drei Punkte freuen. Das Taktik-Spitzenquintett wird vom 3-4-3-System komplettiert, das Ajax Amsterdam in den neunziger Jahren zu großen Erfolgen verhalf, im modernen Fußball aber praktisch ausgestorben ist. Im OBM wurde die Rückkehr zur defensiven Dreierreihe immerhin in 48,6 Prozent mit einem Sieg belohnt.

Andersen sticht alle aus



Nach einem Drittel der Hinrunde liefern allerdings nicht nur die erfolgreichsten OBM-Taktiken einige Überraschungen. Auch bei den Spielerranglisten findet sich der eine oder andere Name ganz vorne wieder, den man dort nicht zwingend erwartet hätte. So führt beispielweise Frankfurts Brasilianer Anderson das Ranking der Verteidiger an. Stolze 58,3 Prozent seiner Zweikämpfe im OBM konnte der großgewachsene Innenverteidiger für sich entscheiden. Damit verweist er bisher die Konkurrenten Boateng, Toprak, van Buyten oder Hummels auf die Plätze.

Genau wie in der Bundesliga startete der Neu-Mönchengladbacher Max Kruse auch im OBM voll durch. Kein Mittelfeldspieler gestaltete in dieser OBM-Spielzeit den Dreiklang aus Torgefährlichkeit, Zweikampfhärte und Blick für den Mitspieler so überzeugend wie der deutsche Nationalspieler. Platz eins im Mittelfeldranking - vor Ribery, Reus, Blaszczykowski und Robben. Eine Klasseleistung des ehemaligen Freiburgers. Weniger überraschend ging es im Tor und im Angriff zu, wo Roman Weidenfeller und Stefan Kießling das Feld anführen. Gut möglich, dass sie ihre Spitzenpositionen bis Weihnachten behaupten werden - es sei denn, sie essen zu viel Lebkuchen.

OBM-Redaktion

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