Während BVB-Trainer Jürgen Klopp (l.) auf ein 4-2-3-1-System baut, bevorzugt Mainz-Coach Thomas Tuchel ein 4-4-2
Während BVB-Trainer Jürgen Klopp (l.) auf ein 4-2-3-1-System baut, bevorzugt Mainz-Coach Thomas Tuchel ein 4-4-2

OBMler setzen auf Dortmunder Meister-Taktik

Köln - Fußball ist ein Spiel von 11 gegen 11. An dieser simplen Tatsache hat sich seit mehr als hundert Jahren nichts geändert. Seit eh und je wird aber von Trainern getüftelt, welches taktische System das beste und erfolgversprechendste sein könnte. Die ersten vier Spieltage des Offiziellen Bundesliga Managers (OBM) belegen deutlich, dass das 4-2-3-1-System zurzeit das Maß aller Dinge ist.

Allein 16 von 18 Teams aus der 1. OBM-Liga haben am abgelaufenen Spieltag auf diese Formation gesetzt; in der 2. OBM-Liga waren es 14 von 18.

4-2-3-1-Formation im Profi-Account

Die überragende Meistersaison von Borussia Dortmund hat diese Entwicklung im Managerspiel sicher beschleunigt. Denn der BVB hat die Taktik mit der Viererabwehrkette, zwei eher defensiv und drei offensiv orientierten Mittelfeldspielern sowie einer Spitze nahezu perfekt umgesetzt.

Der aktuelle Tabellenführer der Bundesliga, der FC Bayern München, setzte am 4. Spieltag ebenfalls auf diese Formation – genau wie der Tabellenzweite FC Schalke. Im OBM steht die 4-2-3-1-Formation bekanntlich nur den Gamern mit Profi-Account zur Verfügung. Alle Trainer der 1. und 2. OBM-Liga haben auch den Profi-Account.

Fast 10.000 virtuelle Teams mit 4-4-2-System

Doch während in den beiden besten OBM-Ligen das 4-2-3-1 total dominiert, praktizieren mehrere Bundesligisten erfolgreich das 4-4-2-System. So baut Hannovers Trainer Mirko Slomka ebenso wie der Mainzer Coach Thomas Tuchel oder Gladbachs Lucien Favre auf zwei nominelle Stürmer. Ein 4-4-2 wurde am 4. OBM-Spieltag nur von Grün Weis Mitspass07, dem derzeitigen Tabellenzweiten der 1. OBM-Liga, gewählt – allerdings mit Raute im Mittelfeld.

Bei den OBM-Trainern ohne Profi-Account sieht die taktische Welt ganz anders aus. Hier ist das frei verfügbare 4-4-2-System das mit Abstand meistgewählte. Fast 10.000 virtuelle Teams sind am vergangenen Spieltag in dieser Formation in die 3D-Stadien eingelaufen. Rund 4100 Amateur-Manager haben sich für das noch offensivere 4-3-3 entschieden.

3-3-4 ist out!

Praktisch keine Rolle mehr im OBM spielt das wohl offensivste System, das 3-3-4. Lediglich 20 Gamer schickten ihre jeweilige Elf zuletzt derart stürmisch in die Meisterschaft. Und auch das 3-4-3 mit Raute fand nur noch bei 97 OBMlern Verwendung.

Mindestens so wichtig wie die taktischen Formationen sind die taktischen Einstellungen im OBM. Hier können die virtuellen Trainer ihrem Team eine offensivere oder defensivere Ausrichtung geben, auf kurze oder lange Pässe setzen oder beim Spielaufbau lieber den Weg über die Außenbahnen oder durch die Mitte bevorzugen. Die erfahrenen OBM-User wissen, dass der Erfolg ganz wesentlich davon abhängt, dass die vielen taktischen Puzzleteilchen bestmöglich zueinander passen.