Es ist ein Luxusproblem, um das die anderen Nationen die deutsche Nationalmannschaft schon lange beneiden. Deutsche Torhüter zählen seit Generationen regelmäßig zu den besten der Welt, und der Bundestrainer steht oft vor der Qual der großen Wahl.

Auch vor der kommenden WM muss sich Joachim Löw trotz der Verletzung von René Adler, der eigentlichen Nummer eins, zwischen drei exzellenten Keepern entscheiden.

Wiese und Neuer fast gleichauf

Viele Argumente sprechen für und gegen Manuel Neuer (FC Schalke), Tim Wiese (Werder Bremen) oder Jörg Butt (FC Bayern). Im Offiziellen Bundesliga Manager (OBM) liegen die beiden jüngeren Schlussleute fast gleichauf an der Spitze, aber auch Butt hat eine bemerkenswerte Aufholjagd geschafft.

Die OBM-Saison 2009/10 hat Wiese als Klassenbester abgeschlossen. Der selbstbewusste Bremer kommt auf die beste Quote virtueller Spiele, die er zu Null beendet hat. In 26,9 Prozent seiner insgesamt 230.957 OBM-Partien hielt Wiese seinen Kasten sauber. Das bedeutet, dass der Werder-Keeper in etwa jedem vierten OBM-Spiel kein Gegentor zulässt.

Nimmermüder Rost

Der 2. Platz geht an Frank Rost. Der 36-jährige HSV-Torhüter spielte in 26,34 Prozent seiner 126.486 OBM-Begegnungen zu Null. Auch in der Bundesliga war Rost wohl der beständigste Profi der Hamburger, die nach wechselhaften Leistungen einen unbefriedigenden 7. Platz in der Abschlusstabelle belegten.

Die meisten virtuellen Spiele der abgelaufenen Saison hat Manuel Neuer absolviert. Denn der Schalker ist auch der meistgekaufte Mann im Managerspiel. 31.424 OBM-Trainer haben Neuer verpflichtet. 335.330 Spiele hat Marathon-Mann Neuer letztlich absolviert und eine Zu-Null-Quote von 26,18 erreicht.

Heinz Müller überrascht

Eine überraschend starke OBM-Saison hat Heinz Müller hingelegt. Die Nummer eins des 1. FSV Mainz 05 erreicht die viertbeste Bilanz bei den Zu-Null-Spielen. Mit 24,89 Prozent rangiert Müller knapp vor Logan Bailly (24,85). Mönchengladbachs Schlussmann haben viele Tausend OBMler als günstige Alternative auf dem Markt der Torhüter für sich entdeckt.

Simon Pouplin (SC Freiburg) und Roman Weidenfeller (Borussia Dortmund) haben einen großen Teil dazu beigetragen, dass der Sportclub und der BVB ihr jeweiliges Saisonziel in der Bundesliga erreicht haben: Klassenerhalt und Einzug ins internationale Geschäft. Beide Keeper haben auch im OBM eine gute Rolle gespielt. Pouplin kommt auf den sechsbesten Wert (24,31), Weidenfeller auf den siebtbesten (22,33).

Butts Aufholjagd

Und wann kommt Jörg Butt? Auf dem sehr guten 12. Platz! Sehr gut, weil Butt zu Saisonbeginn als Nummer zwei hinter Michael Rensing erwartet wurde. Und das Feld der Keeper von hinten aufrollen musste. So gelang Butt am 28. Spieltag eine Zu-Null-Quote von 28,7 Prozent, insgesamt schaffte Butt 21 Prozent.

Die besten elf Torhüter der OBM-Saison 2009/10
1. Tim Wiese (Werder Bremen)
2. Frank Rost (HSV)
3. Manuel Neuer (FC Schalke)
4. Heinz Müller (Mainz 05)
5. Logan Bailly (Borussia Mönchengladbach)
6. Simon Pouplin (SC Freiburg)
7. Roman Weidenfeller (Borussia Dortmund)
8. Jaroslav Drobny (Hertha BSC)
9. René Adler (Bayer Leverkusen)
10. Timo Hildebrand (1899 Hoffenheim)
11. Diego Benaglio (VfL Wolfsburg)