Die 34 Spieltage der Saison 2008/09 sind vorbei. Zeit für Bilanzen und Ranglisten im Offiziellen Bundesliga Manager. Teil 1: die Stürmer. In der Bundesliga blieb Mario Gomez sowohl die Meisterschale als auch die Torjägerkanone verwehrt. Im OBM aber traf keiner so gut wie der Stuttgarter.

Der virtuelle Gomez beschäftigte in 139.149 OBM-Partien die oft überforderten Abwehrreihen und schoss 58.417 Tore. Das ergibt eine Quote von 0,42 Toren pro Spiel. Oder anders gesagt: Der Nationalstürmer war in jeweils zehn Spielen immer für mehr als vier Tore gut! Gomez ist der einzige Stürmer, der eine "4" hinter dem Komma geschafft hat.

Ein Bayern-Duo folgt dem VfB-Star mit schon recht deutlichem Rückstand. Miroslav Klose (0,38) und Luca Toni (0,37) spielten im OBM eine stärkere Saison als auf dem Rasen, wo Klose (zehn Tore) und Toni (14) doch hinter den Erwartungen zurück blieben.

Grafite wird Vierter

Denn die 28 Treffer von Grafite waren in dieser Spielzeit das Maß aller Dinge. Der Wolfsburger Meisterstürmer landete im OBM mit einer Torquote von 0,36 auf Platz vier. Diese überragende Form und Leistung hatten viele OBMler dem Brasilianer wohl noch nicht zugetraut, denn Grafite bestritt nur 27.804 virtuelle Spiele. Das dürfte sich in der kommenden Spielzeit ändern…

Auf Schalke spricht man auch ganz offiziell von "einer verkorksten Saison". 47 Saison-Treffer sind für eine ambitionierte Mannschaft einfach zu wenig; Wolfsburg traf dagegen 80 Mal. Aber im OBM schnitten die S04-Angreifer Jefferson Farfan (neun Bundesliga-Tore) und Kevin Kuranyi (13) erstaunlich gut ab.

Petric schießt die meisten Tore

Mit 17 Saisontoren hat Claudio Pizarro die Erwartungen in Bremen weitestgehend erfüllt, an ihm ist die unterdurchschnittliche Werder-Saison eher weniger festzumachen. Zwischen den beiden Schalkern rangiert Pizarro auf Rang sechs der OBM-Rangliste der erfolgreichsten Stürmer.

Ginge es darum, wer die meisten OBM-Tore überhaupt geschossen hat, stünde Mladen Petric ganz oben. Der HSV-Angreifer erzielte 75.590 Treffer und absolvierte das größte Pensum bei 213.788 Spielen. Die starke Vorsaison und das gute Preis-Leistungsverhältnis hatten Petric zu einem der begehrtesten Spieler werden lassen. Seine Torquote von 0,35 bedeutet Ranglisten-Platz acht.

Dzeko (noch) nicht in den Top Ten

Als ein ähnlicher Dauer(b)renner wie Petric erwies sich auch Patrick Helmes. Der Leverkusener stürmte in 192.895 OBM-Partien. Seine Quote von 0,34 reicht zu Platz neun, in der Bundesliga bedeuteten 21 Treffer Platz vier unter allen Torjägern.

Am Ende der Top Ten steht Lukas Podolski, der erst spät beim FC Bayern auf Touren kam. Sechs Saisontore, 24 (Kurz-) Einsätze: Der Nationalstürmer kann zweifellos mehr. Im OBM schoss Podolski 27.926 Mal ins gegnerische Netz, hier hat der künftige Kölner nichts von seiner Qualität eingebüßt.

Bleibt zum Schluss die Suche nach dem zweiten Wolfsburger Meisterstürmer. In der OBM-Saison 2008/09 landet Edin Dzeko mit einer Quote von 0,33 auf Platz elf. Für den 26-Tore-Stürmer gilt das gleiche wie für Grafite: Er wird wohl erst in der nächsten Saison so richtig im OBM durchstarten.

Stefan Kusche