Felix Magath hat es sich in langen Jahren und dank vieler Erfolge erarbeitet: Der Neu-Schalker bestimmt die Richtung sowohl als Trainer als auch als Manager in Personalunion. Beim Offiziellen Bundesliga Manager (OBM) ist dieser Karriere-Sprung für jeden Mitspieler schon mit der Anmeldung geschafft!

Denn das Magathsche Erfolgsmodell gilt im OBM schon lange. Die Aufgaben des Trainers und die des Managers liegen einzig und allein in der Hand des OBM-Spielers. Das macht den Job im virtuellen Büro und auf dem virtuellen Rasen so interessant.

Schon bei der Zusammenstellung des 22-köpfigen Kaders ist der exakte Doppelpass zwischen Trainer und Manager gefragt. Während der Trainer im OBM-Entscheider nur zu gerne auf die Stars des Transfermarktes schielt, muss der Manager immer die Kosten im Auge behalten: mehr als 45 Millionen Euro sind nicht drin.

Arbeit und Spaß gehen los

Sind alle Transfers getätigt, gehen Arbeit und Spaß erst richtig los. Wer ein erfolgreicher OBMler werden will, sollte diszipliniert wie Felix Magath an seine Aufgaben herangehen. Denn wie in der Bundesliga spielen Training und Taktik eine wichtige Rolle im Managerspiel.

Mehrere taktische Varianten stehen zur Wahl: 4-4-2 mit oder ohne Mittelfeldraute, 4-3-3 oder 4-2-3-1. Schon bei der Zusammenstellung seines Kaders sollte berücksichtigt werden, ob Spieler und das bevorzugte System wohl zusammen passen. Zu früh sollte sich aber niemand auf eine Formation festlegen.

Verpflichten, ausprobieren, behalten oder verkaufen

Ohne Technik- und Taktik-Training nutzen die besten Spieler nichts; das gilt in der Bundesliga wie im OBM. In diesem Bereich sind die Trainer-Qualitäten gefragt, zumal der OBM eine Fülle individual- und mannschaftsspezifische Übungen anbietet. Elfmeter- oder Eckballschützen können festgelegt oder die Aggressivität der Spieler eingestellt werden. Auch Sondertraining ist möglich.

Doch Training ist die eine Sache: auf die Umsetzung kommt es letztlich an, und so sollte das Trainer-Manager-Gespann eine Reihe von Testspielen organisieren und abschließen. Um gegebenenfalls personell zu reagieren. Genau wie es Felix Magath in seiner Wolfsburger Zeit gehandhabt hat, als er viele Spieler verpflichtet, ausprobiert, behalten oder verkauft hat.

Fehlentscheidungen können teuer werden

Bei den Transfers kommt das Geld ins Spiel und deshalb sind wieder der Trainer und der Manager im OBM-Entscheider gefordert. Jeder Transfer kostet fünf KIX, jede Fehlentscheidung kann also teuer werden. Im OBM haben alle Mitspieler den Vorteil, dass jederzeit Transfers getätigt werden können; im Gegensatz zur Bundesliga gibt es keine Transferperioden.

Im Laufe der Saison wird sich zeigen, ob Trainer und Manager gute Entscheidungen getroffen haben. Den sportlichen Erfolg spiegelt die Tabelle wieder, der mögliche gestiegene Marktwert von eigenen Spielern wird den Manager entzücken. Welcher Manager träumt nicht davon, ein einstiges Schnäppchen später für Millionen zu verkaufen?

Vielleicht muss so mancher OBM-Teilnehmer einsehen, dass er nicht auf Anhieb das Zeug zu einem zweiten Felix Magath hat. Doch verzagen sollte niemand! Auch Felix Magath hat ein paar Jährchen bis zum Trainer-Manager gebraucht.

Stefan Kusche