Köln - Der Abstiegskampf der Bundesliga spitzt sich immer mehr zu. Der SC Freiburg schoss sich durch das 2:0 über den FC Augsburg am 26. Spieltag wieder über den Strich und direkt in den großen OBM-Abstiegscheck, der zuvor bereits die virtuellen Kader von Mainz 05, Hertha BSC und Hannover 96 auf ihre Chancen im Abstiegskampf durchleuchtet hat. War der Sieg gegen Augsburg die Trendwende oder droht dem Sport-Club der erneute Sturz ans Tabellenende? Ein Blick in die OBM-Datenbank liefert eine virtuelle Prognose.

Sollte der SC Freiburg am Saisonende tatsächlich zum vierten Mal aus der Bundesliga absteigen, an einem Mann hätte es mit Sicherheit nicht gelegen: Roman Bürki. Der Nachfolger des nach Hoffenheim gewechselten Oliver Baumann überzeugte auf ganzer Linie. Auch im OBM ist der Schweizer absolut konkurrenzfähig: In 33 Prozent seiner OBM-Einsätze bleibt Bürki ohne Gegentor - Platz 11 im Torhüterranking und der erste Freiburger Punkt im Abstiegscheck.

Magere Punktausbeute in der Defensive

Dass der SC mit 36 Gegentreffern in der Defensive ganz ordentlich steht, ist neben Torhüter Bürki auch das Verdienst der Viererkette. Im OBM enttäuscht die Freiburger Defensive hingegen auf ganzer Linie. Weder Oliver Sorg (56.), noch Christian Günter (52.), oder Marc-Oliver Kempf (63.) schaffen es im OBM unter die besten 50 - und damit in die Punkteränge. Dort ist der Sport-Club nur durch Sascha Riether vertreten, der als 47. des Rankings immerhin einen Zähler für sein Team sammeln kann.

Etwas besser ist die Lage im Mittelfeld. Sowohl Vladimir Darida (39.) als auch Jonathan Schmid (44.) wissen virtuell durchaus zu gefallen. Im OBM fehlt den Breisgauern allerdings die Tiefe im Kader und so stehen auch im Mittelfeld nur magere fünf Punkte zu Buche. Und auch die Stürmer können das bisher schwache Ergebnis im Abstiegscheck nicht ausbügeln. Im Gegenteil: Admir Mehmedi steht als gefährlichster virtueller Angreifer nur auf Rang 32 des Stürmerrankings und damit weit außerhalb der Punkteränge.

Virtuell wird die Luft dünn

Es wird schwer für den SC Freiburg. Zumindest virtuell. Das ist das Fazit des OBM-Abstiegschecks. Den bisherigen Negativrekord von 23 Punkten, den die virtuellen Herthaner aufstellten, haben die Männer von Christian Streich deutlich unterboten. Auch wenn mit dem Hamburger SV, dem SC Paderborn und dem VfB Stuttgart noch drei Teams im Abstiegscheck fehlen, ist es kaum zu erwarten, dass Freiburg mit dem Ergebnis drei Teams hinter sich lassen kann. Der Trost für alle Freiburg-Fans: Fußball wird auf dem Platz entschieden. Dem realen, nicht dem virtuellen.

OBM-Redaktion

Hannover 96 im OBM-Abstiegscheck

Der 1. FSV Mainz 05 im OBM-Abstiegscheck 

Hertha BSC im OBM-Abstiegscheck