Meister bleiben sei schwerer als Meister zu werden, sagen die, die es bereits erlebt haben. Dass diese Weisheit einen wahren Kern besitzt, musste der VfL Wolfsburg in dieser Saison erfahren. Nachdem die "Wölfe" 2008/09 die erste Deutsche Meisterschaft gefeiert hatten, lief es diese Saison oft unrund in der Autostadt.

Nach dem 19. Spieltag wurde Armin Veh nach nur einem Sieg aus zehn Spielen entlassen und Lorenz-Günther Köstner übernahm als Interimstrainer die Verantwortung bei den Niedersachsen. Doch auch er schaffte es nicht, der Mannschaft wieder die Konstanz der Meistersaison zurückzugeben. Nach zwei durchschnittlichen Runden steht am Saisonende Rang 8 zu Buche. Der 6. Platz und die damit verbundene Qualifikation für die Europa League wurden um fünf Punkte verfehlt.

International ordentlich aufgetreten

Doch das sollte kein Grund für die "Wölfe" sein, einen auf Vogelstrauß zu machen und den Kopf in den Sand zu stecken. Es gab nämlich auch genügend Positives in der abgelaufenen Saison. So hätte der Werksclub beinahe das Achtelfinale der Champions League erreicht. Erst am letzten Spieltag der Gruppenphase wurden die Wolfsburger noch von ZSKA Moskau abgefangen und vom 2. Platz in der Gruppe B verdrängt. Als einer der besten Drittplatzierten ging es in der Europa League weiter, wo der Finalist FC Fulham dem VfL erst im Viertelfinale die Grenzen aufzeigte.

Für den letzten Spieltag der Saison 2009/10 haben sich die "Grün-Weißen" etwas ganz Besonderes aufgehoben: Nach Grafite in der vergangenen Spielzeit wurde nun mit Edin Dzeko zum zweiten Mal in Folge ein Wolfsburger Torschützenkönig der Bundesliga - das hatte es bislang noch nicht gegeben!

bundesliga.de präsentiert die wichtigsten Fakten zur Mannschaft und Saison des VfL Wolfsburg:

  • Der Dauerbrenner: Edin Dzeko stand beim VfL am längsten auf dem Platz (3.001 Minuten).

  • Die "Kanone": Mit 22 Toren war Edin Dzeko bester Schütze der "Wölfe" und wurde sogar Torschützenkönig.

  • Der Kreative: Zvjezdan Misimovic war mit 13 Assists bester Vorbereiter der Niedersachsen.

  • Der Kämpfer: Zweikampfstärkster Spieler wurde Sascha Riether mit 60,9 Prozent gewonnenen Duellen.

  • Der Pechvogel: Edin Dzeko hatte trotz 22 Toren auch noch großes Pech, verzeichnet er doch sechs Aluminiumtreffer.

  • Das "Küken": Alexander Esswein (25.03.1990) ist jüngster einegsetzter Spieler.

  • Der Oldie: André Lenz (19.11.1973) ist der älteste VfL-Profi, der in dieser Saison eingesetzt wurde.

  • Der Joker: Obafemi Martins traf nach Einwechslung vier Mal ins gegnerische Netz.

  • "Küken"-Elf: Die jüngste Startelf war 25 Jahre und 328 Tage alt (27. Spieltag).

  • Oldie-Elf: Die ältesten Elf wurden am 19. Spieltag aufgeboten und waren 28 Jahre und 52 Tage alt.

  • Eingesetzte Spieler: Insgesamt kamen 26 Spieler bei den Niedersachsen zum Einsatz.

  • Tore pro Spiel: Der VfL Wolfsburg erzielte im Schnitt 1,88 pro Spiel.

  • Hinrundenplatz: Nach der Hinrunde lagen die "Wölfe" auf Rang 8.

  • Rückrundenplatz: In der Rückrunde lief es etwas besser und der 6. Platz sprang heraus.


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