Stanislav Sestak sorgte mit seinen Toren in der abgelaufenen Spielzeit dafür, dass der VfL Bochum die meiste Zeit einen ruhigen Platz im Tabellenmittelfeld behaupten konnte.

Im Interview auf der Vereinswebseite spricht er über seine erste Saison in Deutschland und verrät, warum er ein leichteres zweites Jahr erwartet.

Frage: Herr Sestak, haben sie vor Beginn der vergangenen Saison eigentlich geglaubt, dass Sie am Ende der beste Bochumer Torschütze und Scorer sein würden?

Stanislav Sestak: Es war ein gutes Jahr, keine Frage. Aber ich möchte mich da nicht in den Vordergrund drängen. Wichtig ist einzig, dass die Mannschaft Erfolg hat. Außerdem darf man nicht vergessen, dass bei vielen Toren der Faktor Glück eine entscheidende Rolle spielt. Richtig froh bin ich darüber, dass einige meiner Tore wirklich wichtig waren. Es gab eine Phase, in der wir uns in einem kleinen Tal befanden, weil wir etliche Spiele hintereinander nicht gewonnen hatten. Dass ich dann traf und mithelfen konnte, diese Krise zu meistern, das hat mir bzw. hat uns allen gut getan.

Frage: Wird es für Sie in der kommenden Saison schwerer als im Vorjahr?

Sestak: Ich glaube, dass es einfacher wird. Im vergangenen Jahr war ich zum ersten Mal in meinem Leben für eine längere Dauer in einem anderen Land und musste mich auf vieles einstellen: eine neue Sprache, andere Lebensumstände, eine andere Liga. Das alles brauchte Zeit, um sich einzugewöhnen. Dazu kam dann die Phase, in der wir nicht gewonnen haben. Das habe ich nun erlebt und weiß, wie man damit umzugehen hat.

Frage: Auch in der slowakischen Nationalmannschaft hat sich einiges geändert, Sie haben zum Beispiel einen neuen Trainer. Was wird sich ändern?

Sestak: Wir bekommen in der WM-Qualifikation eine neue Chance, um uns zu beweisen. Wir haben mit Tschechien und Polen zwei schwere Gegner, dazu Slowenien, Nordirland und San Marino. Das letzte Jahr müssen wir vergessen und stattdessen uns als Team präsentieren. Wenn wir als Einheit auftreten, haben wir eine gute Chance, uns zu qualifizieren.