Er erzielte bei seinem Debüt zwei tolle Tore, wurde von den Fans und den Teamkollegen als Weltklassespieler gefeiert - doch der schönste Moment eines traumhaften Tages kam für Arjen Robben nach der Pressekonferenz.

Mit einem strahlenden Lächeln nahm der 25-Jährige seinen Sohn Luka auf den Arm. Der ein Jahr alte Blondschopf trug ein rotes Bayern-Trikot im Miniaturformat mit der Nummer 10 und dem Namen von Papa Robben auf dem Rücken.

"Er ist einfach Weltklasse"

"Es war schön, dass meine ganze Familie hier war. Das ist die wichtigste Sache für mich", sagte Robben und lächelte seine Ehefrau Bernadien an. Sein Vater und Manager Hans saß ebenfalls mit auf der Tribüne, er hatte den spektakulären Transfer von Real Madrid mit eingefädelt. Bei den "Königlichen" war sein Sohn nach den Transfers von Cristiano Ronaldo oder Kaka von den Kluboberen ausgebremst worden. "Alles ist sehr schnell gegangen. Bayern ist ein Familienclub, sie haben mir einfach ein gutes Gefühl gegeben", berichtete Robben.

Am Freitag hatte er seine erste und einzige Trainingseinheit mit seinen neuen Kollegen bestritten. Am Samstag saß er gegen den Deutschen Meister VfL Wolfsburg die erste Hälfte auf der Bank und stürmte dann wie ein "fliegender Holländer" direkt in die Herzen der Fans.

Seine in unglaublichem Tempo vorgetragenen Tricks begeisterten auch die Mitspieler. "Ein ordentlicher Spieler. Nur an der Schnelligkeit mangelt es noch", meinte Bastian Schweinsteiger ironisch. Und Ersatz-Kapitän Philipp Lahm fügte hinzu: "Er ist einfach Weltklasse."

"Auf Wiedersehen"

Vor allem nach der Einwechslung von Franck Ribery, mit dem er in Zukunft die beste Flügelzange Europas bilden soll, blühte Robben auf. Der Franzose legte ihm das 2:0 (68.) und später auch das 3:0 (80.) auf. "Mehr kannst du dir für ein Debüt nicht wünschen. Zumal ich überhaupt noch nicht so oft zwei Tore in einem Spiel geschossen habe", sagte Robben danach.

Bei den Weltclubs FC Chelsea und Real Madrid hat er gespielt, jetzt unterschrieb er bei Bayern München einen Vier-Jahres-Vertrag. Sportdirektor Christian Nerlinger bezeichnete Robben als "absoluten Wunschspieler".

Der Mann, der Meistertitel in den Niederlanden, England und Spanien gewonnen hat, will jetzt auch in Deutschland "viele Siege und Titel gewinnen". Und natürlich bald Deutsch lernen. Zwei Worte kamen ihm unter dem Jubel der Medienmeute schon bei seiner Vorstellung über die Lippen: "Auf Wiedersehen."