Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) verhandelt am kommenden Montag in der Frankfurter DFB-Zentrale mündlich die Sportstrafsachen gegen die Bundesligisten 1. FC Nürnberg (12 Uhr) und 1. FC Köln (15 Uhr). Die Sitzungen leitet Hans E. Lorenz, der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts.

Zunächst werden die Vorkommnisse beim Bundesliga-Spiel VfL Bochum gegen 1. FC Nürnberg vom 27. Februar 2010 verhandelt. Mindestens acht Zuschauer waren an diesem Tag im Nürnberger Fanblock verletzt worden, als zu Spielbeginn Leuchtkörper und Nebelkerzen im Block gezündet wurden. Sechs Personen mussten in einem Krankenhaus stationär versorgt werden, drei von ihnen gar in eine Spezialklinik für Brandverletzungen eingeliefert werden.

Vorkommnisse aus insgesamt fünf Auswärtsspielen der vergangenen Monate werden in Sachen 1. FC Köln verhandelt. Konkret handelt es sich um die Kölner Bundesliga-Begegnungen in Mönchengladbach (24. Oktober 2009), bei Hertha BSC Berlin (8. November 2009), in Bochum (28. November 2009) und bei Bayer 04 Leverkusen (27. Februar 2010) sowie das DFB-Pokalspiel am 10. Februar 2010 beim FC Augsburg. In allen fünf Spielen wurden im Kölner Zuschauer-Block pyrotechnische Gegenstände wie Knallkörper oder Bengalische Feuer gezündet.

Darüber hinaus gab es vor Spielbeginn in Bochum Auseinandersetzungen zwischen Kölner Anhängern und Ordnungskräften sowie Polizei vor dem Gästebereich, wobei zehn Ordner verletzt wurden. Zudem wurden beim Spiel in Leverkusen aus dem Kölner Block Schnapsflaschen und Feuerzeuge in Richtung Leverkusener Spieler und Schiedsrichter-Assistent geworfen.