München - Mittlerweile ist der Druck zu spüren. Nachdem der 1. FC Nürnberg vergangene Woche in Hamburg die zweite Niederlage im zweiten Spiel gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf kassierte, muss der "Club" nun punkten. Am Sonntag steht im heimischen Grundig Stadion gegen Eintracht Frankfurt ein weiteres Sechs-Punkte-Spiel an (ab 15 Uhr im Live-Ticker).

"Wir werden mit Mut, Leidenschaft und Emotionen um den Klassenerhalt kämpfen", sagte FCN-Trainer Gertjan Verbeek. Der Niederländer hofft dabei erneut auf die Unterstützung der Fans. "Es ist unglaublich, was die Fans für uns tun. Wie sie stundenlang abends Banner und Plakate basteln und uns auch beim Training unterstützen, verdient meinen Respekt. Das habe ich noch nie erlebt." 

Muss Verbeek auch Mak ersetzen?

Eine ähnliche Verletzungsmisere, wie die Franken sie gerade durchleben, hat Verbeek wohl bisher auch noch nicht oft erlebt. Am Sonntag muss er weiterhin auf die Langzeitverletzten Makoto Hasebe, Per Nilsson, Daniel Ginczek, Timothy Chandler und Timo Gebhart verzichten. Auch Robert Maks Einsatz steht auf der Kippe. Der Außenbahnspieler ist wegen Adduktorenproblemen fraglich.

In Eintracht Frankfurt erwartet Verbeek eine weitere schwere Aufgabe. "Frankfurt weiß, dass sie einen großen Sprung nach oben machen, wenn sie dieses Spiel gewinnen", so der 51-Jährige, der anfügte, dass aber auch seine Mannschaft unbedingt gewinnen wolle.

Meier fraglich - Zambrano kehrt zurück

Bei der Eintracht zeigt das Stimmungsbarometer aufgrund der empfindlichen 1:4-Niederlage vergangenen Sonntag gegen den SC Freiburg leicht nach unten. Dementsprechend versicherte Armin Veh, dass seine Mannschaft in Nürnberg eine richtig gute Einstellung zeigen werde, wies aber zugleich auf die Situation beim Gegner hin: "Im Endeffekt geht es den Nürnbergern genauso wie uns. Sie stecken auch da unten mit drin und dementsprechend steht auch dort viel auf dem Spiel."

Mit einem Sieg in Nürnberg könnte Frankfurt einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt tun und den Abstand auf den Relegationsplatz im Optimalfall auf sieben Zähler vergrößern. Allerdings muss Veh " aller Voraussicht nach" auf Alexander Meier verzichten. Der beste Torjäger der SGE laboriert an einer Adduktorenzerrung. Abgesehen von ihm und dem langzeitverletzten Sebastian Rode sind alle Spieler an Bord.

So auch Carlos Zambrano. Der Abwehrchef fehlte gegen den SC Freiburg gelbgesperrt, kehrt nun aber in die Startelf der Hessen zurück. Da Meier ausfällt, ist der 24-Jährige für das Spiel in Nürnberg so etwas wie der Hoffnungsträger der Hessen, der die Defensive wieder stabilisieren und so den Grundstein für eine gute Ausgangsposition im Kampf um den Klassenerhalt legen soll.

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