Wie in jedem Jahr, so testen die Profivereine auch in dieser Winterpause ihre Frühform in Freundschaftsspielen. bundesliga.de präsentiert die Ergebnisse der Testspiele in der Übersicht:

1. FC Nürnberg - MSV Duisburg 1:0 (1:0)

Der 1. FC Nürnberg ist unter seinem neuen Trainer Dieter Hecking erfolgreich in das neue Jahr gestartet. Im Rahmen des Trainingslagers im türkischen Belek kam der "Club" in einem Testspiel zu einem 1:0 (1:0) gegen den Zweitligisten MSV Duisburg. Den Treffer für die Franken erzielte Albert Bunjaku (32., Foulelfmeter).

Die Neuzugänge Andreas Ottl und Breno standen bei den Franken in der Anfangsformation. Ottl bildete mit dem Tunesier Jaouhar Mnari eine "Doppel-Sechs" vor der Abwehr, spielte durch und deutete gleich an, dass er die erhoffte Verstärkung sein kann. Breno lief gemeinsam mit dem jungen Norweger Havard Nordtveit als Innenverteidiger auf, wurde aber in der 68. Minute ausgewechselt.

Bunjaku trifft per Elfmeter zum Sieg

Nach einer munteren Anfangsphase in der das Spiel hin und her ging, kam der FCN bereits in der 3. Minute zu einer guten Möglichkeit. Ein Gündogan-Freistoß wurde vom MSV-Keeper entschärft. In der 11. Minute kamen die Zebras das erste Mal gefährlich vor das "Club"-Gehäuse. Nachdem ein Freistoß von Ivica Grlic zunächst abgeblockt wurde, zeigte Raphael Schäfer mit einer Parade des Nachschusses seine Klasse.

Danach erspielte sich der "Club" immer wieder gute Möglichkeiten und der agile Angelos Charisteas kam zu zwei guten Möglichkeiten. Das erste Tor unter dem neuen Trainer Dieter Hecking war aber Albert Bunjaku vorbehalten. Der Schweizer schoss einen Elfmeter, nach Foul von Änis Ben-Hatira an ihm, sicher zum 1:0-Siegtreffer ein.

1. FC Köln - SpVgg Greuther Fürth 1:0 (0:0)

Der 1. FC Köln hat das erste Testspiel der Winterpause auf der Platzanlage des Hotels Cornelia Diamond in Belek/Türkei gegen die SpVgg Greuther Fürth mit 1:0 gewonnen.

Ohne Ehret und Petit

Kölns Trainer Zvonimir Soldo konnte bis auf drei Spieler auf den gesamten Kader zurückgreifen. Fabrice Ehret wurde wegen Knieproblemen ebenso geschont wie Petit, der aufgrund einer leichten Erkältung nicht zum Einsatz kommen konnte.

Im ersten Durchgang fielen keine Tore. Greuther Fürth war zunächst etwas aktiver, aber die erste Torchance hatte der FC. In der 7. Minute schoss Milivoje Novakovic aus halblinker Position mit rechts aufs Tor der Fürther, der Ball konnte aber zur Ecke abgefälscht werden. Anschließend kam der FC besser ins Spiel. Adil Chihi traf in der 13. Minute mit einem strammen Schuss nach toller Vorarbeit von Lukas Podolski nur den Pfosten, sodass es nach 45 Minuten beim 0:0 blieb.

Insgesamt eine ausgeglichene Partie

In der Pause tauschte Zvonimir Soldo die Mannschaft komplett aus und schickte zur 2. Halbzeit elf frische Spieler aufs Feld. Und die mussten zunächst eine Doppelchance der Fürther abwehren. Nach einem Eckball in der 49. Minute kam der Ball zu Sercan Sararer, der Thomas Kessler zunächst zu einer tollen Parade zwang. Der Ball landete wieder bei Sararer, sein Nachschuss konnte aber abgewehrt werden.

In einer insgesamt ausgeglichenen Partie war es dann in der 85. Minute Manasseh Ishiaku, der mit einem Rechtsschuss aus sieben Metern den Treffer des Tages markierte.

Energie Cottbus - Borussia Mönchengladbach 1:0 (1:0)

Der Coach der Gladbacher "Fohlen", Michael Frontzeck, ließ in seiner Startelf acht Mann auflaufen, die auch im letzten Rückrundenspiel in Leverkusen in der Anfangsformation gestanden hatten. Die drei übrigen Positionen besetzte er mit Moses Lamidi im offensiven Mittelfeld, Roman Neustädter als eine Hälfte der "Doppel-Sechs" und Bernhard Janeczek in der Innenverteidigung. Der 17 Jahre alte Österreicher aus Borussias U 19 kam damit an der Seite von Dante zu seinem ersten Einsatz in einem Spiel der ersten Mannschaft.

Jula erzielt den Treffer des Tages

Die in Bestbesetzung angetretenen Cottbuser überließen Borussia weitgehend die Kontrolle über das Spielgeschehen und suchten ihrerseits ihre Möglichkeiten in schnell vorgetragenen Kontern. Aus einem solchen resultierte auch der Elfmeter zum Führungstreffer des Zweitligisten. Logan Bailly konnte den plötzlich frei vor ihm auftauchenden Leonard Kweuke nur mit einem Foul bremsen, den fälligen Strafstoß verwandelte Emil Jula (27.).

Auf der anderen Seite kamen die Gladbacher Angreifer immer wieder zu Aktionen im Strafraum der Ostdeutschen, ohne dabei aber wirklich zwingende Torchancen zu haben. Raul Bobadilla mit einem Freistoß, Rob Friend per Kopf und Moses Lamidi mit einem Schuss aus 18 Metern prüften Cottbus  Torwart Gerhard Tremmel, dem aber kein Fehler unterlief.

Sangonera Atletico - VfB Stuttgart 0:5 (0:4)

Bei strahlendem Sonnenschein bestritt der VfB sein erstes Testspiel in der Vorbereitung auf die Rückrunde. Die Mannschaft von Christian Gross bestimmte von Beginn an die Partie gegen den spanischen Drittligisten Sangonera Atletico und gewann verdient mit 5:0.

Vor allem in der ersten Hälfte lief der Ball gut durch die Reihen der VfB-Spieler und nach Chancen durch Pavel Pogrebnyak und Roberto Hilbert gelang in der 16. Minute der erste Treffer. Aliaksandr Hleb brachte eine Ecke punktgenau in den 16er, wo Serdar Tasci hoch stieg und zum 1:0 einköpfte. In der 20. Minute dribbelte Daniel Didavi, der über 90 Minuten als linker Verteigiger zum Einsatz kam, in den Strafraum, wo er nur noch durch ein Foul zu stoppen war. Den fälligen Elfmeter verwandelte Ciprian Marica in der 21. Minute zum 2:0.

Ersatzkapitän Khedira sorgt für den Schlusspunkt

In der 22. Minute bediente Marica dann seinen russischen Sturmpartner perfekt, so dass Pogrebnyak locker aus kurzer Distanz zum 3:0 einschieben konnte. Kurz vor dem Halbzeitpfiff schickte Christian Träsch mit einem schönen Pass Didavi in den freien Raum. Der Linksfuß passte nach Innen, wo Sami Khedira unbedrängt zum 4:0-Pausenstand (43. Min.) einnetzte. Der Tabellenzehnte der spanischen Division B kam nur sporadisch in die Nähe des Kastens von Sven Ulreich, der einen sicheren Eindruck hinterließ.

Nach der Pause führten die Wechsel dazu, dass der Spielfluss des VfB etwas unterbrochen wurde. Die beste Chance für Sangonera vereitelte der eingewechselte Alexander Stolz in der 54. Minute, als er einen Schuss aus kurzer Distanz parierte. In der 59. Minute setzte Sami Khedira, der in Vertretung von Delpierre als Kapitän auflief, mit einem Abstaubertor den Schlusspunkt des Torreigens.

1. FC Union Berlin - Hannover 96 2:1 (1:0)

Nach sechs Spielen in Folge ohne Sieg zum Abschluss der Hinrunde läuft es auch im neuen Jahr für den Hannover 96 noch nicht rund. Im ersten Test in der Vorbereitung auf die Rückrunde kassierte die Mannschaft von Trainer Andreas Bergmann am Dienstagabend ein 1:2 (0:1) bei Zweitliga-Aufsteiger Union Berlin.

Erst eine Minute vor dem Ende gelang dem Tschechen Jiri Stajner das Tor für die Niedersachsen. John-Jairo Mosquera (8.) und Björn Brunnemann (58.) erzielten an der Alten Försterei die Treffer für die Gastgeber. Bergmann ließ erstmals in einem 4-2-3-1-System spielen, mit Christian Schulz und Sofian Chahed als defensive Spieler vor der Abwehr.

In der Innenverteidigung gab Leon Andreasen nach acht Monaten Pause sein Comeback. Im Tor gab der als Ersatzmann für Florian Fromlowitz verpflichtete Uwe Gospodarek sein Debüt. Hannover absolviert am Samstag einen weiteren Test bei Zweitligist Arminia Bielefeld.