64 Vereine träumten im August 2008 davon, in dieser Saison den DFB-Pokal zu ergattern. Anfang März 2009 bietet sich nur noch vier Clubs diese Chance.

Aus der Bundesliga sind noch der Hamburger SV, Bayer Leverkusen und Werder Bremen im Rennen. Außenseiter ist der 1. FSV Mainz 05 aus der 2. Bundesliga.

Die deutsche Nationalspielerin Ariane Hingst hat als Glücksfee im Rahmen des "Aktuellen Sportstudios" am Samstag (7. März) folgende Halbfinal-Paarungen gezogen:

Hamburger SV - Werder Bremen
Bayer Leverkusen - 1. FSV Mainz 05


Eines ist vor den Halbfinalpartien, die am 21. und 22. April ausgetragen werden, schon sicher: Es wird nach dem Ausscheiden von Titelverteidiger Bayern München definitiv einen neuen Champion geben. bundesliga.de fasst die Reaktionen der Beteiligten auf die Auslosung zusammen:

Dietmar Beiersdorfer (Sportchef des Hamburger SV): Wir freuen uns über ein Heimspiel. Ein Nord-Derby gegen Werder Bremen ist natürlich zusätzlich eine tolle Sache für unsere Fans. Es wird sicher eine spannende und intensive Begegnung. Klar ist, dass wir ins Finale nach Berlin wollen.

Thomas Schaaf (Trainer von Werder Bremen): Die Serie reist einfach nicht ab, wir müssen wieder auswärts antreten. Das tut mir wirklich Leid für unsere Fans. Sportlich müssen wir es als gutes Omen sehen, dass wir auch in den letzten Runden keine einfachen Konstellationen auswärts überstanden haben. Einfache Gegner waren ohnehin nicht im Topf. Alle haben sich sportlich für die Runde der letzten Vier qualifiziert und wer nach Berlin will, muss sich eben gegen diese Teams durchsetzen. So gehen wir jetzt die Aufgabe gegen den HSV an.

Frank Baumann (Werder-Kapitän): Ich wusste, dass es so kommt. Im DFB-Pokal haben wir schon seit Jahren kein Losglück. Jetzt wollen die auch die letzte Hürde vor dem Finale nehmen. Nach Berlin geht es eben über Hamburg.

Bruno Labbadia (Trainer von Bayer Leverkusen): Im Halbfinale gibt es jetzt keine einfachen Gegner mehr. Wir haben uns aber von Anfang an hohe Ziele im Pokal gesetzt und jetzt werden wir sehen, wie wir das hinbekommen. Wir sind im Halbfinale und jetzt wollen wir natürlich auch ins Finale.

Jörn Andersen (Trainer des 1. FSV Mainz 05): Das ist eine verdammt schwere Aufgabe für uns. Im Viertelfinale gegen Bayern München haben wir gesehen, wie stark die Leverkusener sind. Aber ein leichtes Los hätte es sowieso nicht mehr gegeben. Wir werden dort trotzdem unsere Chance suchen, schließlich haben wir in dieser Saison schon einige sehr gute Auswärtsspiele gezeigt.

Christian Heidel (Mainzer Manager): Natürlich haben wir uns nach den Erfolgen gegen den 1. FC Köln und Schalke 04 wieder ein Heimspiel gewünscht. Aber wir wären auch dann klarer Außenseiter gewesen. Jetzt müssen wir halt das Auswärtsspiel zum Heimspiel machen. Ich bin mir sicher, dass uns viele Fans zum Halbfinale nach Düsseldorf begleiten.