Noch 24 Mannschaften hoffen auf den Einzug in die 2. Runde im DFB-Pokal. Im Mittelpunkt steht dabei wieder einmal das Duell "David gegen Goliath".

Rot-Weiß Oberhausen - Bayer Leverkusen

Die Werkself aus Leverkusen reist als klarer Favorit ins Ruhrgebiet. Dabei verlief die Vorbereitung für die Mannschaft von Bruno Labbadia nicht optimal. "Teilweise fehlten uns 13 Spieler", erklärte der Coach. Durch die Ausfälle von Bernd Schneider, Lukas Sinkiewicz, Hans Sarpei und Vratislav Gresko stehen dem Trainer nur 16 Feldspieler zur Verfügung.

Offen ist bisher, wer neben Manuel Friedrich in der Innenverteidigung auflaufen wird. Auf der linken Außenposition wird wohl Neuzugang Constant Djakpa spielen, da durch die Verletzungen von Sarpei und Gresko die Alternativen fehlen. Lediglich im Sturm ist die Situation klar, wo Stefan Kießling und Neuzugang Patrick Helmes auflaufen sollen.

Oberhausen hingegen scheint die Sache ruhig auf sich zukommen zu lassen. Die Mannschaft von Chef-Trainer Jürgen Luginger hat sich in der Vorbereitung gut präsentiert. In elf Testspielen gab es zehn Siege und ein Unentschieden. Nun will man auch im DFB-Pokal versuchen, einem Bundesligisten ein Bein zu stellen und in die nächste Runde einzuziehen.


Rot Weiss Ahlen - 1. FC Nürnberg

Ähnlich gestaltet sich auch die Situation beim Duell der beiden 2. Bundesligisten Ahlen und Nürnberg. Der "Club" ist auf dem Papier der klare Favorit. Trotzdem unterschätzt Trainer Thomas von Heesen den Gegner nicht: "Ahlen war in der vergangenen Saison die Überraschungsmannschaft in der Regionalliga und ist verdient aufgestiegen." Trotzdem sei klar, so von Heesen, dass "wir die Chance nutzen wollen, weiterzukommen."

Allerdings kamen die Franken in der Vorbereitung gegen den FC Getafe, Panionios Athen und Steaua Bukarest nicht über ein 0:0 hinaus, was Ahlens Team-Chef Christian Wück positiv sieht. "Ich habe gegen Getafe gesehen, dass da noch nicht alles ganz rund läuft. Und da liegt auch eine Chance für uns", erklärte er vor dem Spiel.

"Wir kennen unsere Stärken und werden sie auch am Sonntag ausspielen", sagte Wück selbstbewusst. Definitiv fehlen wird den Rot-Weissen allerdings Stürmer Daniel Chitsulo, der an einem Muskelfaserriss laboriert. Ob Kapitän Daniel Thioune spielen kann, ist noch fraglich. Der 1. FC Nürnberg hingegen kann in Bestbesetzung nach Westfalen reisen.


1. FC Heidenheim - VfL Wolfsburg

"Nach Möglichkeit wollen wir ins Finale kommen", sagte Chef-Trainer Felix Magath bei der Pressekonferenz am Freitag. Erster Gegner der "Wölfe" auf dem Weg dorthin ist der Regionalligist 1. FC Heidenheim. "Wir haben Heidenheim zwei Mal beobachtet und eigentlich müssten wir spielerische Vorteile haben", beurteilte Magath die Situation vor dem Pokal-Auftakt.

Unterschätzen wolle man den Gegner, der laut Magath besonders in der Defensive seine Stärken habe, jedoch nicht. Ein Problem könnte jedoch der Ausfall von VfL-Stürmer Edin Dzeko werden, der wegen eines Risses des Syndesmosebandes mehrer Wochen fehlen wird. Ebenfalls nicht dabei sein wird Neuzugang Andrea Barzagli, der nach einer Knieoperation noch nicht fit genug für einen Einsatz ist.


FC Hansa Lüneburg - VfB Stuttgart

Die Partie beim FC Hansa Lüneburg aus der Oberliga Niedersachsen Ost sollte für den VfB Stuttgart eigentlich eine Pflichtaufgabe sein. Allerdings muss Trainer Armin Veh auf vier Spieler verzichten. Stürmer Cacau hat Probleme an der Leiste, Abwehrspieler Khalid Boularhouz am Sprunggelenk. Düster sieht es im Mittelfeld aus, wo mit Jan Simak (Gelb-Rot-Sperre) und Yildiray Bastürk, den Wadenprobleme plagen, beide Spielmacher fehlen.

Ein Vorteil für den Deutschen Meister von 2007 könnte jedoch sein, dass es für sie schon zwei Mal um alles ging. Im UI-Cup gegen Saturn Ramenskoje setzten sich die Schwaben nach dem 0:1 in Russland im Rückspiel mit 3:0 nach Verlängerung durch und erreichten somit die 2. Runde der UEFA-Cup-Qualifikation.


Alle weiteren Pokalpartien vom Sonntag auf einen Blick:

Rot-Weiß Erfurt - Bayern München
SpVgg Ansbach - Karlsruher SC
ASV Bergedorf 85 - MSV Duisburg
TSG Neustrelitz - 1860 München
FC Oberneuland - TuS Koblenz
ASV Durlach - Arminia Bielefeld
SV Darmstadt 98 - SV Wehen Wiesbaden
Chemnitzer FC - 1899 Hoffenheim