Zusammenfassung

  • Der FC Bayern München gewinnt das letzte Testspiel gegen den HSV mit 4:1
  • Auch die WM-Teilnehmer bekommen noch einmal Spielzeit
  • Kovac: "Es freut mich, dass ich so viele qualitativ gute Spieler habe"

Hamburg - Das letzte Testspiel der Vorbereitung wurde erfolgreich abgeschlossen. Der FC Bayern München gewann am Mittwochabend beim Hamburger SV mit 4:1. Sandro Wagner und Thomas Müller trafen jeweils zwei Mal. Samstag treten die Bayern erneut im hohen Norden an – und zwar im DFB-Pokal beim Regionalligisten SV Drochtersen/Assel. Bayern-Trainer Niko Kovac sprach nach dem Testspiel in Hamburg über die Eindrücke von seiner Mannschaft, das bevorstehende Pokalspiel, die Personalplanung der Münchner und den HSV.

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Frage: Herr Kovac, Ihre Mannschaft hat 4:1 bei Ihrem Ex-Verein gewonnen. Haben sich Ihre Stürmer nun ordentlich warmgeschossen?

Niko Kovac: Ich habe heute zwei Doppelpacks gesehen, einmal von Thomas und einmal von Sandro. Genau das war es, was wir wollten: Chancen kreieren und viele Tore erzielen. Wir haben das Testspiel für uns gut genutzt. Wichtig war auch, dass sich niemand verletzt hat. Nun gehen wir die Pflichtspiele an.

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Frage: Welchen Eindruck hat Ihre Mannschaft in dem letzten Testspiel auf Sie gemacht? Sie haben unter anderem Neuzugang Leon Goretzka von Anfang an gebracht.

Kovac: Genau. Dieses Spiel sollte vor allem dazu dienen, dass die Nationalspieler noch etwas Spielzeit bekommen. Jetzt waren einige Spieler nicht dabei, die im Supercup gespielt haben. Aber die Spieler, die aufgelaufen sind, haben das richtig gut gemacht. Alle Spieler sind an Bord und gesund. Ich habe die Qual der Wahl. Aber wir haben viele Spiele und englische Wochen, sodass wir letztendlich auf jeden Spieler zurückgreifen werden. Es freut mich, dass ich so viele qualitativ gute Spieler habe.

Frage: Wie schön war für Sie persönlich dieser Fußball-Abend im Hamburger Volksparkstadion?

Kovac: Brazzo (Sportdirektor Hasan Salihamidzic, Anm.d.Red.) und ich kamen zu dem Entschluss, dass wir noch ein Freundschaftsspiel bräuchten. Wir haben uns dann gefragt, wo wir das machen könnten und haben uns dann gegenseitig angelacht. Es war sofort klar, wo wir hinwollen (beide haben früher beim HSV gespielt, Anm.d.Red.). Wir haben dann in Hamburg angerufen und gefragt, ob das ginge. Die Hamburger haben sofort zugesagt. Ich wünsche dem HSV, dass sie schnell wieder nach oben kommen.

Frage: Wie groß schätzen Sie die Chance ein, dass dem HSV der Wiederaufstieg gelingt?

Kovac: Ich sehe beim HSV sehr gute Ansätze. Der Trainer Christian Titz hat viele Dinge eingebracht, die nicht einfach zu verteidigen sind. Wenn alle gesund bleiben, glaube ich, dass der HSV zusammen mit dem 1. FC Köln wieder nach oben kommt.

© imago / MIS

Frage: Würden Sie sich wünschen, in dieser Saison vielleicht noch einmal im DFB-Pokal ins Volksparkstadion zurückzukehren?

Kovac: Das wäre nicht schlecht. Wir haben nun erst einmal ein Spiel gegen einen Viertligisten. Der HSV wiederum muss beim TuS Erndtebrück antreten. Dort haben wir vergangene Saison mit Eintracht Frankfurt in der 1. Runde gespielt. Ich hoffe, dass der HSV weit kommt. Sollten wir dann im DFB-Pokal noch einmal beim HSV antreten, würde ich mich freuen. Aber erst einmal müssen wir die nächste Runde erreichen.

"Letztendlich werden wir auf jeden Spieler zurückgreifen. Es freut mich, dass ich so viele qualitativ gute Spieler habe" Niko Kovac

Frage: Haben Sie sich bereits mit Ihrem Pokal-Gegner, der SV Drochtersen/Assel, auseinandergesetzt?

Kovac: Ja, wir sind fleißig. Das haben wir in den letzten beiden Jahren in Frankfurt genauso gemacht. Wir werden niemanden unterschätzen, jeden Gegner ernst nehmen und respektierten – völlig unabhängig von der Ligazugehörigkeit. Wir müssen alles über den Gegner wissen. Wir haben bis Samstag noch genügend Zeit, um unseren Spielern alle Informationen über die Spieler von Drochtersen/Assel zu geben.

Frage: Würden Sie sich im Hinblick auf den Bundesligastart in der kommenden Woche einen stärkeren Pokal-Gegner wünschen als einen Viertligisten?

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Kovac: Nein. Wir hatten im Supercup mit Eintracht Frankfurt ja bereits einen Bundesligisten als Gegner. Und auch der HSV hat wie ein Bundesligist agiert. Meine Jungs mussten sich ganz schön strecken. Das war kein Spaziergang. Auch der HSV hatte einige Chancen. Daher war das ein sehr guter Test.

Aus Hamburg berichtet Oliver Jensen

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