Köln - Ein Vergleich mit der oft zitierten Wundertüte wäre übertrieben: Aber die Bundesliga schaut schon sehr gespannt auf den 1. FSV Mainz 05, dem Samstag erstmals seine fünf Last-Minute-Neuzugänge bei Hertha BSC zur Verfügung stehen.

"Wir haben mit Sami Allagui, Philipp Wollscheid, Jonas Hofmann, Jairo Samperio und Pablo de Blasis noch mal richtig an Qualität zulegen beziehungsweise optimal auf Verletzungen oder Abgänge reagieren können“, freut sich Niko Bungert über die Belebung beim FSV. Der aktuelle Mainzer Kapitän, der den verletzten Nicolce Noveski vertritt, dämpft im Gespräch mit "herthabsc.de“ aber zu hohe Erwartungen: "Die Jungs brauchen sicher noch eine kleine Eingewöhnungsphase.“

"Hertha BSC wird eins der Überraschungsteams"

Ohnehin zeigt sich Bungert nicht überrascht, dass Mainz keinen perfekten Saisonstart hingelegt hat. "Es war allen bewusst, dass es nicht von Anfang an wie geschmiert laufen wird bei so vielen Veränderungen.“ Der Trainerwechsel von Thomas Tuchel zu Kasper Hjulmand spielt dabei natürlich eine große Rolle, auch wenn Bungert viele Parallelen zwischen Tuchel und Hjulmand sieht: "Es braucht einfach ein bisschen Zeit, um die Veränderungen im System erfolgreich umzusetzen.“

Den Bundesligastart der Hertha mit einem Punkt aus zwei Spielen will Bungert nicht als Maßstab für die Qualität der Berliner nehmen. "Ich denke, Hertha BSC wird definitiv eins der Überraschungsteams der Liga in dieser Saison“, traut der 27-Jährige der Hertha einiges zu - allerdings erst nach dem Duell mit Mainz: "Die Fans können sich sicher sein, dass wir in die Vollen gehen werden für unseren ersten Saisonsieg.“