Köln - Von wegen "Vizekusen"! In der Virtuellen Bundesliga stellt Bayer Leverkusen den Meister der Saison 2014/15. Der erst 16-jährige Niklas Raseck brillierte beim Finalturnier in Hamburg und hielt am Ende eines langen Turniers völlig zu Recht die Schale in Händen. Über 200.000 Spieler nahmen an der Virtuellen Bundesliga 2014/15 teil. Die 32 besten schafften es in das von der DFL Deutschen Fußball Liga und Electronic Arts veranstaltete Finale in Hamburg.

Drei Wolfsburger User standen im Halbfinale. Mit Niklas Raseck hielt nur ein Gamer eines anderen Clubs dagegen. Aber wie! Der FIFA-Crack aus Recklinghausen setzte sich im mit Hin- und Rückspiel ausgetragenem Halbfinale durch, ohne ein Gegentor hinnehmen zu müssen. Souveräner geht es kaum.

Zimmermann mit wichtigem Auswärtstreffer

Mit Jan Zimmermann wartete im Finale allerdings einer der besten FIFA-Spieler der Welt auf Raseck. Und es lief alles andere als nach Plan. Wie in der Relegation entscheidet auch in der VBL bei Punkt- und Torgleichheit nach zwei Spielen die Summe der Auswärtstore. Das erste Finalspiel war Rasecks Heimspiel. Auf die frühe Führung folögte die kalte Dusche durch Bas Dost, der den 1:1 Ausgleich markierte. Und dabei blieb es auch nach 90 Minuten.

Klarer Vorteil für Jan Zimmermann, der im Rückspiel Heimrecht besaß. Nach einer torlosen ersten Halbzeit nahm die Partie nach der Pause richtig Fahrt auf. Praktisch direkt nach dem Anpfiff spielte Zimmermann Nicklas Bendtner über Josuha Guilavogui und Xizhe Zhang und behielt vor dem Tor die Nerven. 1:0.

Alles sprach nun für Zimmermann, aber Raseck kam im Stile eines echten Champions zurück. Stefan Kießling wagte am Sechzehner ein Tänzchen und steckte im richtigen Moment auf Josip Drmic durch, der den Ball hart und platziert rechts unten versenkte. Und Raseck hatte nun Blut geleckt: In der 57. Minute kombinierten sich Roberto Hilbert und Julian Brandt zur Grundlinie durch und Brandts Hereingabe verwandelte erneut Drmic. Naldo sah dabei nicht besonders gut aus.

Raseck lässt nichts mehr anbrennen

Von diesem Doppelschlag erholte sich Zimmermann nicht mehr und Raseck brachte das Ergebnis über die Zeit. Nach Kevin Assia (Hamburger SV) und Mirza Jahic (Bayern München) ist Raseck der dritte VBL-Meister. Neben der Schale darf sich Raseck auch über einen Opel Adam im Design seiner Wahl freuen.

"FIFA 15 hat mir von Anfang an gelegen und ich habe mich sehr wohl gefühlt. Schon im letzten Jahr bin ich knapp im Halbfinale gescheitert und in dieser Saison wollte ich mehr erreichen", erklärte Raseck nach dem Finale. Im nächsten Jahr wird er versuchen, seinen Titel als erster VBL-Meister zu verteidigen.