DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und Liga-Präsident Dr. Reinhard Rauball haben im sächsischen Colditz einen Scheck in Höhe von 90.000 Euro an Vertreter des SV Eintracht Sermuth überreicht. Der Kreisoberliga-Club war im vergangenen Jahr einer von insgesamt 149 Fußballvereinen in Deutschland, der von den Folgen des Hochwassers betroffen war. Die Unterstützung für den Verein stammt aus dem Hilfsfonds, den der Deutsche Fußball-Bund und die Deutsche Fußball Liga als gemeinsame Reaktion auf die Flut beschlossen hatten. DFB und DFL stellten jeweils eine Million Euro bereit. Die UEFA spendete weitere 150.000 Euro, die FIFA 50.000 Euro, sodass insgesamt 2,2 Millionen Euro an die betroffenen Vereine weitergeben werden können.

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach erklärt: "Dieser kleine Verein in Sachsen ist ein großartiges Beispiel dafür, was die Menschen nach dem furchtbaren Hochwasser geleistet haben. Gemeinsam haben alle angepackt und ihre Clubhäuser und Fußballplätze instand gesetzt oder wieder aufgebaut. Wir freuen uns, dass wir mit dem Hilfsfond einen Beitrag zum Neuanfang leisten können. Dass sich der Spitzenfußball in dieser Form für den Amateurbereich engagiert, ist ein schönes und wichtiges Zeichen der Solidarität."

Liga-Präsident Dr. Reinhard Rauball sagt: "Gerade in Notsituationen ist es wichtig, schnell und unbürokratisch Hilfe zu leisten. Insofern ist es selbstverständlich, dass sich der Profifußball hier engagiert. Mit den Geldern aus dem Hilfsfond unterstreicht die Fußballfamilie einmal mehr ihren großen Zusammenhalt. Der SV Eintracht Sermuth steht beispielhaft für eine Reihe von Vereinen, die mit unermüdlichem Einsatz die Schäden des Hochwassers beseitigt haben. Das verdient höchsten Respekt."

Seit dem Herbst hatten Fußballvereine die Möglichkeit, ihre Schäden bei den zuständigen Landesverbänden zu melden. Die Gelder aus dem Hilfsfonds von DFB und DFL werden nun prozentual an die betroffenen Landesverbände Bayern, Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen verteilt. Vereinen mit einem Schaden ab 60.000 Euro wurde eine Soforthilfe in Höhe von 10.000 Euro zugesprochen.

Eintracht Sermuth steht exemplarisch für die 149 bundesweit betroffenen Vereine. Als die Mulde Anfang Juni 2013 über die Ufer trat, standen das Vereinsgelände und das Untergeschoss des 2002 gebauten Vereinsheims komplett unter Wasser. Die beiden Plätze wurden unter mehreren hundert Tonnen Schlamm begraben. Mit Schaufeln, Rechen, Schubkarren und den bloßen Händen befreiten 150 Vereinsmitglieder den Rasen vom Schlamm. Der Gesamtschaden betrug mehr als 900.000 Euro.

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