Frankfurt/Main - Wolfgang Niersbach wird für das Amt des DFB-Präsidenten kandidieren. In einer Sitzung in Frankfurt am Main sprachen sich die Vertreter der fünf Regionalverbände des DFB sowie weitere Mitglieder des DFB-Präsidiums einhellig für eine Kandidatur des derzeitigen Generalsekretärs aus.

Niersbach bewirbt sich damit um die Nachfolge von Dr. Theo Zwanziger, der am vergangenen Freitag verkündet hatte, nicht erneut zu kandidieren und im Oktober 2012 sein Amt zur Verfügung stellen zu wollen. Die Wahl des elften DFB-Präsidenten wird dann im Rahmen eines Außerordentlichen DFB-Bundestages erfolgen.

Rauball sagt Unterstützung zu

Liga-Präsident Dr. Reinhard Rauball begrüßt die Personalie: "Die Entscheidung in der Kandidatenfrage ist der richtige Weg, um schnellstmöglich zu klaren Verhältnissen zu kommen. Wolfgang Niersbach ist als Mann des Ausgleichs bekannt, der stets die Interessen des gesamten Fußballs im Blick hat und großes Ansehen in allen Bereichen des DFB genießt. Er hat alle Qualitäten, den größten Fußball-Verband der Welt in eine erfolgreiche Zukunft zu führen. Ich werde meinen Kollegen aus dem Ligaverband empfehlen, Wolfgang Niersbach zu unterstützen."

Für DFB-Präsident Zwanziger ist Niersbachs Kandidatur die ideale Konstellation: "Ich freue mich, dass sich Wolfgang Niersbach nach intensiver Überlegung bereit erklärt hat, im Oktober 2012 meine Nachfolge als Präsident des Deutschen Fußball-Bundes anzutreten. Ich habe ihn mir bereits für den Bundestag 2010 als meinen Nachfolger gewünscht. Damals war er dazu noch nicht bereit. Umso mehr freue ich mich heute über seine Zusage. Er erhält meine volle Unterstützung. Ich arbeite seit 20 Jahren freundschaftlich, eng und vertrauensvoll mit ihm zusammen und bin daher überzeugt, dass er den Verband in Zukunft optimal führen und dabei die ehrenamtliche Basis nicht aus den Augen verlieren wird."

Niersbach: "Ich spüre breite Rückendeckung"

Hermann Korfmacher, der 1. Vizepräsident Amateure, sagt: "Zunächst möchten wir Dr. Zwanziger für seinen Schritt Respekt zollen. Gleichzeitig freuen wir uns, dass Wolfgang Niersbach kandidieren möchte. Er kann sicher sein, dass er uns alle als loyale Partner aus dem Amateurbereich an seiner Seite hat. Er wird mit breiter Brust in das Amt gehen können."

Wolfgang Niersbach erklärt: "Ich habe höchsten Respekt vor diesem Amt. Mir ist bewusst, welch großer Schritt das für mich persönlich bedeutet. Mein Vorteil ist sicher, dass ich den Fußball seit fast 40 Jahren und den DFB in all seinen Facetten seit über 20 Jahren kenne. Ich traue mir die Aufgabe zu, weil ich die breite Rückendeckung spüre. Ich war schon immer ein Mannschaftsspieler, daran wird sich nichts ändern."