Köln - Bei seinem Wechsel im Sommer vom 1. FSV Mainz 05 galt Nicolai Müller als einer der großen Hoffnungsträger beim Hamburger SV. Er selbst formulierte ehrgeizige Ziele. Für den erhofften Aufschwung konnte aber auch er beim Bundesliga-Dino bisher nicht sorgen.

Die persönlichen Statistiken des 27-jährigen Rechtsaußen sind wieder einmal beeindruckend. Vor allem läuferisch gehört Nicolai Müller zu den fleißigsten Spielern in der Bundesliga. 11,5 Kilometer im Schnitt pro Spiel legt er zurück, geht dabei knapp 34 Mal in den Sprint und macht 48 schnelle Läufe. In dieser Kategorie gehört er zur Top-Ten der Bundesliga. Nicht umsonst lobte ihn HSV-Coach Josef Zinnbauer genau für diese Attribute nach dem 1:0-Erfolg der Hanseaten bei Borussia Dortmund: "Nicolai hat heute wieder ein Laufpensum abgeliefert ohne Ende." (Siehe auch Video).

"Tore im zweistelligen Bereich"

Es war am siebten Spieltag der erste Sieg der Rothosen mit dem erst zweiten Tor in der laufenden Saison – und an beiden Treffern war Müller beteiligt (ein Tor, eine Vorlage). "Meine Aufgaben sind eben Tore und Vorlagen", sagte Müller danach und ergänzte, er hoffe, "Tore im zweistelligen Bereich" in dieser Saison erzielen zu können. Davon ist der zweifache Nationalspieler derzeit allerdings weit entfernt, weitere Treffer sind bisher nicht hinzugekommen.

Beim HSV hingegen ging es zuletzt leicht bergauf. Der Sieg gegen den BVB leitete eine Serie mit sieben Punkten in vier Spielen ein, auch spielerisch waren Fortschritte zu erkennen. Bis das 0:2 beim VfL Wolfsburg für einen Dämpfer und die Rückkehr auf einen Abstiegsplatz sorgte. Kommende Woche geht es gegen den SV Werder Bremen, einen "Gegner, der sich auf Augenhöhe mit uns befindet", wie Zinnbauer sagt. Da will auch Müller wieder glänzen und möglichst mit einem Tor die Zeichen auf Sieg stellen.

Tobias Schild

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