Zusammenfassung

  • Im Rahmen des Dortmund-Spiels gab Hannover die Vertragsverlängerung mit Niclas Füllkrug bekannt.

  • Trotz Angeboten blieb der Stürmer im Sommer bei 96.

  • Manager Horst Heldt: "Er ist die gesamte Vorbereitung über vorangegangen."

Hannover - Erst gab Hannover 96 die Vertragsverlängerung mit Niclas Füllkrug bekannt, dann erkämpften sich die Niedersachsen einen Punkt gegen Dortmund. Füllkrug ist glücklich, sich jetzt wieder voll auf Fußball konzentrieren zu können.

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Den größten Jubel gab es am Freitagabend in Hannover noch bevor das Spiel gegen den BVB angepfiffen wurde. Füllkrug bleibt bis 2022 bei 96. Nach der Bekanntgabe seiner Vertragsverlängerung gab der Torjäger, der in der letzten Saison 14 Tore erzielt hatte, auf dem Spielfeld Vollgas. Er blieb zwar ohne Torabschluss, arbeitete dafür aber umso mehr für sein Team. Für Füllkrug fühlte sich das Remis fast an wie ein Sieg: "Vor der Saison hätte uns das niemand zugetraut. Es ist geil, wenn man gegen eine Mannschaft mit so hoher Qualität 0:0 spielt. Das war eine Top-Leistung."

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Keiner, der sich nur über die Trefferquote definiert

Füllkrug gewann in der vergangenen Spielzeit in der Bundesliga enorm an Ansehen. Die Zeiten, in denen er als Talent angesehen wurde, sind Vergangenheit. Nicht ohne Grund interessierten sich im Sommer mehrere Clubs für den Stürmer. Er ist in den Kreis der Besten seines Fachs aufgestiegen.

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Das habe zur Folge, dass ihn seine Gegenspieler besonders hart in die Manndeckung nehmen: "Bei Ecken und Freistößen kleben sie ganz schön an mir, sodass ich mich befreien muss." Allerdings ist Füllkrug kein Offensivakteur, der sich nur über seine Quote definiert. Bleiben die Abschlüsse aus, bemüht er sich, seinem Team in anderer Hinsicht zu helfen: "Dann ist es mein Job, die Bälle zu behaupten und gut gegen den Ball zu arbeiten."

Im letzten Jahr 14 Mal erfolgreich: Niclas Füllkrug © gettyimages / Stuart Franklin

Heldt: "Ein wichtiger Teil von Hannover"

Füllkrug macht einen befreiten Eindruck. Seine Vertragsverlängerung trug wohl ihren Teil dazu bei. "Ich freue mich, dass ich verlängert habe", sagte er. "Jetzt gibt es nur noch Fußball."

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Auch 96-Manager Horst Heldt ist glücklich, das Arbeitspapier mit seinem Top-Spieler vorzeitig um zwei weitere Jahre ausgedehnt zu haben: "Im Sommer gab es eine Wechseloption - er ist aber geblieben. Er ist die gesamte Vorbereitung über vorangegangen. Er ist ein ganz wichtiger Teil von Hannover - auf dem Platz, in der Kabine und als Identifikationsfigur. Der neue Vertrag bedeutet eine Anerkennung dieser Leistungen."

Auf der Videoleinwand gibt Hannover die gute Nachricht bekannt: Niclas Füllkrug bleibt © imago / Nordphoto

Hannoveraner durch und durch

Es ist keine Phrase, wenn Füllkrug sagt, wie sehr er Hannover liebt. Er ist in der Hauptstadt Niedersachsens geboren, hatte das Fußballspielen beim TuS Ricklingen gelernt, bevor er nach Bremen wechselte. Nach seinen weiteren Stationen Fürth und Nürnberg schloss sich 2016 mit der Rückkehr in die Heimat der Kreis. Entsprechend groß ist der Wunsch, mit seinem Club erfolgreich zu sein. Mit zwei Zählern aus zwei Partien ist Füllkrug nur bedingt zufrieden: "Wir haben zwei Punkte gegen zwei gute Mannschaften geholt, die europäisch spielen wollen. Zwei Punkte sehen trotzdem nicht viel aus. Nach der Länderspielpause fahren wir nach Leipzig, um auch dort etwas zu holen."

Wenn die Fans das nächste Mal jubeln, sollen sie das nämlich nicht wegen etwas, das neben dem Platz passierte - sondern viel lieber wegen eines Torerfolgs ihres Torjägers.

Aus Hannover berichtet Oliver Jensen