Zusammenfassung

  • Neven Subotic wechselt zum AS Saint-Etienne

  • Mit dem BVB wurde er als Stammspieler zwei Mal Deutscher Meister

  • Subotic überzeugt neben dem Platz durch seine sozialen Aktivitäten

Köln - Neven Subotic verlässt Borussia Dortmund und wechselt zum AS Saint-Etienne nach Frankreich. Obwohl der Innenverteidiger zuletzt nur noch selten für den BVB gespielt hat, werden die Dortmunder Fans diesen Abgang bedauern. Denn Subotic war Stammspieler in einer der erfolgreichsten Phasen der Vereinsgeschichte.

Dass es kein gewöhnlicher Abgang war, den der BVB am Donnerstag zu vermelden hatte, war bereits der Pressemitteilung zu entnehmen. Dort fanden Spieler und Verantwortliche emotionale Worte.

>>> Zur Meldung auf bvb.de

Subotic selbst sagte: "Ich möchte mich von ganzem Herzen für die neun Jahre beim BVB bedanken. In den Jahren haben wir gemeinsam vieles erlebt, gemeinsam getrauert und gemeinsam gefeiert. Diese Zeit werde ich für immer in meinem Herzen tragen.

"Die Türen in Dortmund werden für ihn immer offen stehen" Michael Zorc über Neven Subotic

Sportdirektor Michael Zorc erklärte: "Neven steht für eine großartige, erfolgreiche Ära des BVB. Er ist ein besonderer, ein verdienter Spieler. Die Türen in Dortmund werden für ihn immer offen stehen!"

Und Geschäftsführer Hans-Joachim Watze ergänzte: "Wir haben mit Neven in fast zehn Jahren riesige Erfolge gefeiert und charakterlich einen großartigen Menschen in unseren Reihen gehabt. Es ist mir ein Anliegen, mich im Namen aller Borussen bei ihm ganz herzlich zu bedanken."

Der Dank ist angemessen, denn es ist eben nicht irgendein Spieler, der Dortmund verlassen hat, sondern ein essentieller Bestandteil der Mannschaft, die unter Trainer Jürgen Klopp für eine der erfolgreichsten Phasen der Vereinsgeschichte sorgte.

Nachdem Klopp 2008 vom 1. FSV Mainz 05 zur Borussia gewechselt war, empfahl er den BVB-Verantwortlichen den Transfer seines Schützlings Subotic. Der damals 19-jährige wurde sofort Stammspieler in der Bundesliga und bildete gemeinsam mit Mats Hummels über Jahre ein außergewöhnliches Innenverteidiger-Gespann. Mit Subotic wurde Dortmund Deutscher Meister 2011, holte 2012 das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal und erreichte 2013 das Champions-League-Finale, in dem der BVB nur knapp mit 1:2 gegen den FC Bayern München unterlag.

Wie Subotic nach der Meisterschaft 2011 gemeinsam mit Freuden ins Kreuzviertel fuhr, um dort mit den Fans den Titelgewinn zu feiern, wird in Dortmund unvergessen bleiben. Kaum ein Spieler gab sich so fannah wie der Serbe.

Neven Subotic mit der Meisterschale im Jahr 2011
Neven Subotic mit der Meisterschale im Jahr 2011 © imago / DeFodi

Subotic war nicht nur ein wichtiger Spieler, er überzeugte auch neben dem Platz. Mit seiner Stiftung arbeitet er seit 2012 daran, Menschen in den ärmsten Regionen der Welt Zugang zu sauberem Trinkwasser zu verschaffen. 2016 sagte er im Interview mit bundesliga.de: "Ich sehe ich es als unsere Aufgabe an, den Menschen in den ärmsten Regionen der Welt zu helfen, und dort vor allem denjenigen, die es am schwersten haben, die Kinder. Ihnen möchte ich den jederzeitigen Zugang zu sauberem Wasser ermöglichen."

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Dem Menschen Subotic hätte jeder in Dortmund mehr Spielzeit gegönnt. Doch in den letzten Jahren musste er sich meistens mit einem Platz auf der Bank oder sogar auf der Tribüne begnügen. In der Abwehr wurden ihm andere Spieler vorgezogen. Lediglich vier Ligaeinsätze stehen in dieser Saison für ihn zu Buche. Der Wechsel nach neuneinhalb Jahren beim BVB ist daher folgerichtig. Trotzdem besteht kein Zweifel daran: Seinen Platz in den Dortmunder Geschichtsbüchern hat Subotic sicher.

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