Beim neuen Club von Nationalspieler Thomas Hitzlsperger geht es drunter und drüber. Nach der sportlichen Talfahrt hat der italienische Erstligist Lazio Rom die Konsequenzen gezogen und Trainer Davide Ballardini entlassen.

Zuvor hatte es am Dienstag gewaltsame Proteste von rund 1000 Anhängern am Eingang des Trainingsgeländes des Clubs in Formello gegeben. Dabei wurden drei Personen verletzt, außerdem gab es fünf Verhaftungen.

Nur vier Siege in 23 Spielen

Die Anhänger skandierten Parolen gegen Vereinspräsident Claudio Lotito. Zudem gelang es einer Gruppe von Personen, sich dem Gelände zu nähern, auf dem die Mannschaft zum Training erwartet wurde. Die aufgebrachten Fans warfen Rauchbomben und Knallkörper in Richtung des Spielfelds. Die Polizei musste massiv eingreifen, um die Fans vom Gelände zu vertreiben.

Der Hauptstadt-Club hat von 23 Spielen in der Serie A nur vier gewonnen und belegt den 18. Tabellenplatz. Das hat nun Trainer Ballardini den Job gekostet, er wird durch den Ex-Coach des SSC Neapel, Edy Reja, ersetzt. Der 64-Jährige bestätigte am Abend, dass er seinen Vertrag mit dem kroatischen Verein Hajduk Split auflöst. "Ich werde nach Rom gehen. Lazio ist eine zu große Herausforderung, als dass ich das ablehnen könnte", sagte Reja.