Neue Besen kehren gut. Neun Teams sind mit einem neuen Trainer in die Saison gestartet, fast alle erfolgreich. Bruno Labbadia und Jupp Heynckes führten den Hamburger SV und Bayer Leverkusen gleich auf die Plätze 1 und 2. Weitere Trends und Fakten aus der Bundesliga hat bundesliga.de zusammengetragen.

Von den acht bestplatzierten Teams im "Oberhaus" haben sieben einen neuen Coach. Thomas Tuchel konnte mit Mainz für Furore sorgen und den FC Bayern am 3. Spieltag mit 2:1 besiegen. Von den neuen Übungsleitern wartet einzig Kölns Zvonimir Soldo auf seinen ersten Erfolg mit dem neuen Club.

4,3 Jokertore pro Spieltag

Schon 17 Tore sind an den ersten vier Spieltagen durch Einwechselspieler erzielt worden, das sind im Schnitt 4,3 Tore pro Spieltag. Zum Vergleich: In der Vorsaison gab es 75 Jokertore an 34 Spieltagen (2,2 pro Spieltag).

Mit Stuttgarts Elson und Bayerns Arjen Robben schnürten sogar zwei erst eingewechselte Spieler gleich ein "Doppelpack". Wolfsburgs Obafemi Martins schoss in seinen ersten beiden Bundesligaspielen gegen Köln und Hamburg jeweils ein Tor.

Elf Spieler trafen 2009/10 in einer Partie schon doppelt. Der Schalker Kevin Kuranyi schaffte es sowohl in dieser (beim 2:1 in Nürnberg) als auch in der vergangenen Saison (beim 3:0 gegen Hannover), am 1. Spieltag zwei Mal einzunetzen. Elson und Robben erzielten ihren "Doppelpack" als Joker.

"Doppelpacks" keine Seltenheit

Der Holländer hatte in fünf Jahren weder in der englischen noch der spanischen Liga in einem Spiel doppelt getroffen, in München reichten ihm dank des tollen Zusammenspiels mit Frank Ribery zwölf Minuten. Die meisten "Doppelpacks" gab es mit vier Stück am 3. Spieltag.

In zwei Partien schafften es zwei Spieler, zwei Mal zu treffen: Beim 4:2 des VfB Stuttgart gegen den SC Freiburg (2. Spieltag) waren dies Elson und Mo Idrissou, beim 5:0 von Bayer Leverkusen in Freiburg (3. Spieltag) konnten sich Eren Derdiyok und Tranquillo Barnetta doppelt auf der Anzeigetafel eintragen.

Holpriger Start für Hoffenheim

Anhänger von 1899 Hoffenheim hatten sich einen ähnlich fulminanten Start wie in der Vorsaison gewünscht. Damals stellten die Kraichgauer mit 42 Toren in der Hinrunde den besten Sturm der Liga, der obendrein die meisten Torschüsse abgab (311).

Davon ist die Elf von Ralf Rangnick in dieser Saison noch ein Stück entfernt. Kein Team schoss weniger Tore als 1899 (zwei). Zudem gab Hoffenheim mit 40 Stück die wenigsten Torschüsse aller Teams ab, zehn davon kamen auf den gegnerischen Kasten.