Zusammenfassung

  • Mit Jörg Schmadtke haben die Wölfe einen neuen starken Mann in der Verantwortung

  • Mit Weghorst und Ginczek kommen zwei echte Mentalitätsspieler

  • Viele Langzeitverletzte wollen neu angreifen

Köln - Zum zweiten Mal in Folge rettete sich der VfL Wolfsburg Ende Mai in der Relegation vor dem Abstieg. Nun soll alles anders werden, der Erfolg soll in die Autostadt zurückkehren. Wir nennen Euch vier Gründe, warum sich alle VfL-Fans auf die neue Spielzeit freuen können.

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1) Labbadia ist mehr als ein Feuerwehrmann

Ende Februar übernahm Bruno Labbadia das Zepter auf der Trainerbank des VfL, am Ende stand der Klassenerhalt - selbst wenn dieser erst in der Relegation gelang. Dort immerhin ließen die Wölfe gegen Holstein Kiel, die Sensation der letztjährigen Zweitliga-Saison, so gar nichts anbrennen. Nach zwei durchaus souveränen Siegen blieben die Wölfe in der ersten Liga. Dort soll sich im Vergleich zu den letzten beiden Jahren nun einiges ändern. Labbadia könnte dafür der richtige Mann sein. In Hamburg, Stuttgart, Leverkusen, Fürth und Darmstadt war er zu Beginn seiner Amtszeiten fast immer durchaus erfolgreich. Mit dem Klassenerhalt im Rücken könnte der 52-Jährige in Wolfsburg einiges bewegen.

2) Schmadtke bringt die richtigen Kompetenzen mit

Mit Jörg Schmadtke präsentierten die Verantwortlichen beim VfL neben Labbadia nach dem Saisonende den zweiten hochkarätigen Neuzugang in der sportlichen Führung. Der neue Geschäftsführer Sport kommt - nimmt man die letzte Saison einmal heraus - mit vielen Vorschusslorbeeren nach Niedersachsen. Den 1. FC Köln holte er in gleicher Position aus der Versenkung, führte ihn im Gespann mit Trainer Peter Stöger aus der 2. Bundesliga bis in die Europa League. Genau diese Fähigkeiten brauchen sie jetzt auch in Wolfsburg, wo man in den vergangenen Jahren den Abstieg so gerade noch verhindern konnte. Mit Schmadtke und Labbadia soll nun wieder Kontinuität im sportlichen Bereich einkehren.

3) Mentalitätsspieler Weghorst und Ginczek stopfen Lücken in der Offensive

An Qualität mangelte es im teilweise hochkarätig besetzten Kader der Wölfe in den letzten Jahren eigentlich selten. Immer kamen viele andere Probleme zusammen, so zum Beispiel die fehlende Einstellung. Dies hat auch Schmadtke erkannt und verpflichtete mit Wout Weghorst von AZ Alkmaar sowie Daniel Ginczek vom VfB Stuttgart zwei exzellente Offensivkräfte, die die Abgänge von Mario Gomez und Divock Origi mehr als kompensieren dürften. Beide Spieler zeichnen sich auch durch ihre außergewöhnliche Mentalität, ihren Siegeswillen und ihre Führungseigenschaften aus. Sie verkörpern also genau den Spielertypus, der zuletzt so oft beim VfL gefehlt hat.

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4) Die ewig verletzten Spieler wollen angreifen

John-Anthony Brooks, Felix Uduokhai, Marcel Tisserand, Jeffrey Bruma, Yannick Gerhardt, Sebastian Jung, Ignacio Camacho, Jakub Blaszczykowski, Admir Mehmedi: Die Ausfallliste beim VfL war in der vergangenen Saison extrem lang. Jeder der genannten Spieler verpasste in addierten Spielen mindestens ein Viertel der Saison, viele sogar mehr als die Hälfte. Gerade in der Defensive waren die Ausfälle mit Bruma, Brooks, Uduokhai und Tisserand kaum zu kompensieren. Zur neuen Spielzeit drängen fast alle Verletzten zurück in die Mannschaft. Mit ihnen steigt die Mentalität, die Qualität und die Leistungsfähigkeit der Wölfe. Auch deshalb können alle VfL-Fans der neuen Saison freudig entgegenblicken.