Zusammenfassung

  • Der neue Eintracht-Coach Hütter will mit Offensivfußball überzeugen

  • Durch den DFB-Pokalsieg wird die Europa League in Angriff genommen.

  • Trotz Abgänge verspricht Bobic einen besseren Kader als in der vergangenen Saison.

Köln - Eine turbulente Saison liegt hinter Eintracht Frankfurt. Viele benannten die SGE schon vor dem ersten Spieltag als einen der Absteiger, wurden dann aber schnell eines Besseren belehrt. Niko Kovac machte aus der Mannschaft mit vielen unterschiedlichen Nationen ein Team mit Ambitionen auf die internationalen Ränge. Am Ende sprang zwar "nur" Platz acht raus, der grandiose DFB-Pokalsieg gegen den FC Bayern München führte die Hessen dennoch in die Europa League. Nach dem unruhigen Wechsel von Trainer Kovac zu den Münchenern muss sich die Eintracht zur Saison 2018/19 neu aufstellen. bundesliga.de nennt die Gründe, warum sich die Fans auf die nächste Saison freuen dürfen.

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1) Hütters Offensivfußball

Mit dem Österreicher Adi Hütter hat die Eintracht einen Trainer aus dem Hut gezaubert, den keiner vorher auf der Liste hatte. Der ehemalige Coach von Young Boys Bern führte die Schweizer nach 32 Jahren zur Meisterschaft. Bei seiner ersten Pressekonferenz strahlte er Ruhe und Gelassenheit aus, betonte aber auch, dass er die Spieler mit "harter Hand" behandeln werde. Durch Offensivfußball will Hütter mit der Eintracht Erfolge in der Bundesliga und international einfahren: "Ich stehe für offensiven Fußball. Die Leute kommen ins Stadion, um ein Team zu sehen, das versucht, begeistert nach vorne zu spielen. Aber sicher ist, dass man nicht immer nur angreifen kann. Es gibt auch Partien, in denen man einfach sicher stehen muss," erklärte der 48-Jährige. Man darf gespannt sein, was er aus der Mannschaft um Boateng, Rebic und Co. machen wird.

Offensiven Fußball verspricht Adi Hütter den Fans der Frankfurter Eintracht
Offensiven Fußball verspricht Adi Hütter den Fans der Frankfurter Eintracht © gettyimages / Alex Grimm/Bongarts

2) Mit dem DFB-Pokal durch Europa

Wer hätte vor dem DFB-Pokalfinale gedacht, dass die Eintracht so ein Spiel gegen den Rekordmeister aus München hinlegt? Abgezockt und mit viel Kampf und Leidenschaft präsentierte sich die SGE in Berlin. Mit 3:1 holte sie hochverdient nach 30 Jahren den Pokal wieder nach "Mainhatten". Umso schöner, dass sich die Hessen durch den Sieg wieder für Europa qualifizierten. Dass die Eintracht international bestehen kann, stellte sie zuletzt in der Saison 2013/14 unter Beweis. Tausende Fans machten die Spiele u.a. in Bordeaux oder Porto zu einem unvergesslichen Ereignis für jeden Eintracht-Fan. Sportdirektor Fredi Bobic betonte zudem, wie wichtig der Club diesen Wettbewerb nimmt: "Wir wollen die Europa League ernst nehmen und durch die Gruppe marschieren." Einige hochkarätige Begegnungen könnten für die Frankfurter dabei herausspringen: FC Chelsea, FC Arsenal oder AC Mailand stehen als mögliche Kontrahenten auf der Liste der Eintracht.

Bereit für Europa: Die Eintracht qualifizierte sich durch den DFB-Pokalsieg für die Europa League
Bereit für Europa: Die Eintracht qualifizierte sich durch den DFB-Pokalsieg für die Europa League © gettyimages / Hassenstein

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3) Starker Kader trotz Abgänge

Lukas Hradecky zu Bayer 04 Leverkusen, Marius Wolf zum BVB: Durch diese Wechsel musste sich die Eintracht von zwei Leistungsträgern aus der vergangenen Saison verabschieden. Dennoch verspricht Fredi Bobic, dass der Kader sich keineswegs verschlechtern wird: "Es werden keine zehn bis 15 Spieler gehen und deswegen wird es auch keinen Ausverkauf oder Ähnliches geben. Wir wollen uns so aufstellen, dass wir nächste Saison qualitativ noch besser aufgestellt sind, als es 2017/18 der Fall war", betonte der Sportdirektor. Dass man sich nach den Abgängen und der Qualifikation für Europa weiter verstärken muss, ist Bobic klar. Welche qualitativ hochwertigen Spieler es werden, steht noch in den Sternen: "Die Transfers kommen ja jetzt erst langsam ins Rollen. Wir haben ein sehr gutes Gerüst, wollen uns aber auch punktuell verstärken", sagt Bobic. Eins ist klar: Mit Spielern wie Haller, Boateng, Salcedo oder Jovic bewies die Eintracht schon in der vergangenen Saison ihr feines Händchen in der Transferpolitik.

Simon Schmortte