Dortmund - Borussia Dortmund ist zurück in der Erfolgsspur - dem heimischen Stadion sei Dank. Mit dem 3:0-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg hat die Mannschaft von Thomas Tuchel ihren Vereinsrekord auf 31 Spiele im Signal Iduna Park ohne Niederlage ausgebaut. Der Trainer sieht bei seinem Team jetzt eine gewisse Konstanz - die auch nötig ist, denn in den nächsten beiden Partien ist Dortmund wieder auf fremdem Platz gefordert.

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Zwei Auswärtsniederlagen hinterließen zuletzt Spuren beim BVB - erst der indiskutable Auftritt in Darmstadt, dann die eigentlich überzeugende Leistung auf internationaler Bühne bei Benfica Lissabon. Umso erleichterter registrierte Tuchel den Dreier gegen die Wölfe: "Für die Grundstimmung war dieser Sieg sehr wichtig, keine Frage. Das Gefühl jetzt ist ganz anders, weil wir auch gewonnen haben. Und wir haben es endlich mal geschafft, früh für eine Entscheidung zu sorgen."

Offensivkraft trägt wieder Früchte

Das erste Tor nach 20 Minuten stellte die Weichen, der Treffer kurz nach der Pause (48.) machte quasi alles klar. Das Offensivfeuerwerk - der BVB stellte mit 24 Torschüssen seinen eigenen Saisonrekord ein - trug dieses Mal auch Früchte. "In Lissabon haben wir eine Menge Chancen liegenlassen. Das wollten wir jetzt unbedingt besser machen und haben es auch geschafft", freute sich Lukasz Piszczek, mit einem Tor und zwei Vorlagen bester Mann auf dem Platz. Kleiner Wermutstopfen: Von einer optimalen Chancenverwertung ist Dortmund immer noch entfernt. Und ausgerechnet Pierre-Emerick Aubameyang, der die Torjägerliste mit 17 Treffern weiter anführt, ging erneut leer aus und wartet jetzt schon seit vier Pflichtspielen auf ein Tor.

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Trotzdem kann die Borussia mit einer gewissen Erleichterung in die nächsten Wochen gehen. Dank der enormen Heimstärke tankte die Mannschaft ihre Akkus in Sachen Selbstbewusstsein wieder auf und bestätigte das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. "Wir haben es geschafft, konzentriert zu spielen und das Tempo hoch zu halten. Wir haben viele Chancen herausgespielt und gleichzeitig wenig zugelassen", lautete das zufriedene Fazit von Tuchel, der darin - mit Ausnahme des Spiels in Darmstadt - einen positiven Trend ausgemacht hat: "So war das in der Champions League, gegen Leipzig und auch im Pokal gegen Hertha. Ich finde es sehr gut, wie wir im Moment auf dem Platz stehen."

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Schwerpunkt Konstanz

Seine Mannschaft habe jetzt „"einen konstanten Fuß in der Tür", wählte Tuchel einen bildhaften Vergleich - aber nicht, ohne seine Spieler zugleich in die Pflicht zu nehmen: "Die Konstanz ist das, was wir brauchen." Denn der dritte Tabellenplatz, auf dem die Borussia erstmals seit November wieder steht, soll verteidigt werden. Außerdem wollen die Westfalen in den nächsten Wochen im DFB-Pokal und in der Champions League in die nächste Runde einziehen.

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Dazu muss der BVB seine neu entdeckte Konstanz jetzt aber auch auswärts unter Beweis stellen – ohne die eigenen Fans im Rücken, auch ohne das große Scheinwerferlicht eines Top-Duells. In der Bundesliga geht es am kommenden Samstag nach Freiburg, danach wartet nur drei Tage später das Pokalspiel bei den Sportfreunden Lotte. Erst wenn die Schwarz-Gelben diese Prüfungen auch meistern, dürfte der Makel von Darmstadt nur noch eine unerfreuliche Fußnote dieser Saison sein.

Aus Dortmund berichtet Dietmar Nolte