Voronin (l.) spielte bereits in der Bundesliga - für Thiago Neves und Michael Bradley (r.) ist sie Neuland
Voronin (l.) spielte bereits in der Bundesliga - für Thiago Neves und Michael Bradley (r.) ist sie Neuland
Bundesliga

Neu in der Bundesliga und schon im OBM

Um 21:21 Uhr sprang das Fax auf der Geschäftsstelle der DFL Deutsche Fußball Liga GmbH am Montagabend (01.09.09) zum letzten Mal an. Gerade noch rechtzeitig vor Ende der Sommer-Transferperiode um 24 Uhr kamen die Unterlagen von Hertha BSC zu der Verpflichtung von Andrej Voronin an.

Selbst für den Stürmer war der Transfer vom englischen Rekordmeister FC Liverpool in Deutschlands Hauptstadt eine spannende Sache: "Am Samstag um 11 Uhr hat mich mein Berater angerufen und mir von Herthas Interesse erzählt. Ich habe sofort zugesagt. Dann war es Montag alles sehr spannend. Ich war am Ende sehr froh, dass es geklappt hat."

Bis zum Beginn der Transferperiode II Anfang 2009 ist Voronin also der letzte neue Spieler in der Bundesliga - und damit auch im Offiziellen Bundesliga Manager (OBM). Etwas mehr als 36 Stunden nach seinem realen Transfer war Voronin auch auf dem virtuellen Markt angekommen.

Schnell und schussgewaltig

Für 2,8 Millionen Euro ist der 29-Jährige auch für die Internet-Trainer im zeitlich nicht begrenzten OBM-Transfermarkt zu haben. In den für einen Stürmer wichtigen OBM-Werten Schnelligkeit (84 Prozent) und Schussgenauigkeit (60 Prozent) bei einer Gesamtstärke von 54 Prozent kann Voronin damit unter den Top-Stürmern angreifen und ist gegenüber vergleichbaren Konkurrenten wie Leverkusens Patrick Helmes (3,9 Millionen Euro) sogar ein guter Fang.

Das erhofft sich natürlich auch in der realen Bundesliga Hertha BSC. Für den FC Liverpool traf Voronin in der vergangenen Saison in 19 Premier-League-Partien fünf Mal. In der Bundesliga liegt seine Quote bei 37 Toren in 118 Spielen. Bevor er bei Hertha ran darf, ist Voronin allerdings erst einmal mit der ukrainischen Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation im Einsatz.

Gefragter Mann auf dem OBM-Markt

Da haben es die Manager der virtuellen Ligen besser. Zwar ist auch in der OBM-Runde Länderspielpause und es finden keine Liga-Duelle statt, aber Voronin kann schon bis zum nächsten Spieltag mit seinen neuen OBM-Mitspielern trainieren und schnell das bringen, was sich der wirkliche Voronin auch für seine Zeit bei Hertha BSC Berlin erhofft.

"Als Stürmer will man natürlich Tore schießen. Und ich hoffe, so schnell wie möglich für Hertha zu treffen. Aber wichtiger ist der Erfolg der Mannschaft. Dafür werde ich alles tun", verspricht er und seine Erfolge für die Hertha wären natürlich dank der Aufnahme realer Spieldaten in den OBM auch für die Online-Manager wichtig. Schon wenige Stunden nach seiner Ankunft im Offiziellen Bundesliga Manager hatten sich 24 OBM-Trainer die Dienste des Ukrainers gesichert.

Über 70 neue Spieler

Noch schneller gingen die Zahlen bei einem anderen Last-Minute-Transfer in die Höhe. Hamburgs neuen brasilianischen Spielmacher Thiago Neves hatten kurz nach seinem Erscheinen auf dem OBM-Transfermarkt schon über 50 User für etwas über 5,5 Millionen Euro eingekauft.

Insgesamt sind fast 70 Spieler im Sommer neu in die Bundesliga und damit auch in die virtuelle Parallel-Welt gewechselt. Selbst so späte Ergänzungstransfers wie der des bisher unbekannten Marwin Hitz zum VfL Wolfsburg entgingen den OBM-Mangern nicht. Den Schweizer Nachwuchstorwart kauften kurz nach Erscheinen auf dem Transfermarkt zwei OBM-Trainer wie Felix Magath in der realen Welt als Ergänzung für ihren Kader.

Bei Voronin dürfte es dann doch ein bisschen mehr sein, als reine Ergänzung. Aber das dürfte er dann am nächsten Spieltag am 13. September zeigen - real wie virtuell.