Gesichter des Spieltags: Robin Dutt, Max Kruse, Jonas Hofmann und Mario Mandzukic (von oben links nach unten rechts)
Gesichter des Spieltags: Robin Dutt, Max Kruse, Jonas Hofmann und Mario Mandzukic (von oben links nach unten rechts)
Bundesliga

Netzer-Erbe, 1899-Quartett, echter Neuner

Köln - Borussia Dortmund steht nach dem 2. Spieltag zum ersten Mal seit dem 34. Spieltag der Saison 2011/12 wieder an der Tabellenspitze. Zum Matchwinner wurde der Dortmunder Youngster Jonas Hofmann, der das 1:0 erzielte und den Elfmeter zum 2:0 herausholte. Sein Trainer Jürgen Klopp versprach nach dem Spiel, dass der Junge in Zukunft noch häufiger zu sehen sein wird. Was in den Bundesliga-Stadien am Wochenende sonst noch so los war, präsentiert bundesliga.de im Überblick.

Das Wort "ausgerechnet" gehört fest zum Wortschatz eines jeden Fußballreporters, der etwas auf sich hält. Kaum ein Tor, das nicht ausgerechnet von gerade diesem Spieler erzielt wurde. Häufig wirken Sätze wie "ausgerechnet der, der nur 700 Kilometer vom Stadion entfernt aufgewachsen ist, macht jetzt das Tor" ein wenig konstruiert. Bei Daniel Schwaab war es am Wochenende anders. 96 Mal lief der Verteidiger in der Bundesliga für Leverkusen auf. Jetzt erzielte er seinen ersten Treffer für die "Werkself". Leider war er im Sommer nach Stuttgart gewechselt und bescherte Leverkusen mit seinem Eigentor drei Punkte. Ausgerechnet!

In Hoffenheim gedeiht unter Trainer Markus Gisdol ein neues magisches Viereck in der Offensive, das Erinnerungen weckt an das Angriffs-Quartett aus der Saison 2008/09, als Carlos Eduardo, Chinedu Obasi, Demba Ba und Vedad Ibisevic für die Kraichgauer wirbelten. Angriffs-Quartett reloaded () also: Roberto Firmino, der gegen Hamburg mit zwei Toren und drei Vorlagen brillierte, Kevin Volland, Anthony Modeste und Tarek Elyounoussi lehren nun die Gegner das Fürchten.

Dass Wunsch und Wirklichkeit manchmal auch auf positive Weise auseinanderklaffen, bewies Thomas Tuchel, der nach dem Mainzer Auswärtssieg in Freiburg folgendes zu Protokoll gab: "Zwei Siege aus zwei Spielen sind mehr, als man sich wünschen kann." Diese Aussage lässt vermuten, dass der Mainzer Trainer den Weihnachtsmann früher mit seinem Wunschzettel nicht unbedingt überfordert hat.

Mit Neuzugang Luiz Gustavo scheint beim VfL Wolfsburg plötzlich alles möglich zu sein. Im vergangenen Jahr feierte der Werksclub insgesamt nur drei Heimsiege, nun fegten die "Wölfe" den FC Schalke im ersten Spiel vor eigenem Publikum gleich mit 4:0 aus der Arena. Ein Training mit dem "Rudel" reichte dem Brasilianer, um eine tadellose Leistung abzuliefern und seinen neuen Club zum ersten Saisonsieg zu führen. "Man sieht, dass ein großer Fußballer nicht viel Eingewöhnungszeit und Training braucht", freute sich Trainer Dieter Hecking.



Zusammengestellt von Florian Reinecke