Während sich andere große Fußball-Nationen zum Auftakt der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika schon gleich einen Ausrutscher leisteten, hielt sich die deutsche Nationalmannschaft gegen Liechtenstein schadlos.

Die Reaktionen auf das 6:0 beim krassen Außenseiter der Gruppe 4 fielen deshalb auch positiv, aber keinesfalls überschwänglich aus.

Löw hadert mit der Chancenverwertung

"Insgesamt bin ich mit dem ersten Schritt zufrieden. Wir wollten diese drei Punkte und haben sie auch geholt", erklärte Bundestrainer Joachim Löw.

Er übte aber auch leise Kritik und bemängelte die Chancenverwertung: "Wenn wir vor der Pause zwei oder drei Tore mehr erzielt hätten, was ja möglich war, hätten wir die Begegnung viel früher zu unseren Gunsten entschieden."

Glücklicherweise zeigte sich Lukas Podolski in Vaduz treffsicher und brachte die DFB-Elf mit zwei Treffern auf die Erfolgsstraße. "Ich fühle mich stark und selbstbewusst. Mit meinen beiden Toren bin ich sehr zufrieden, so kann es weitergehen", sagte ein zufriedener Stürmer.

Positive Bilanz

Doch die Finnen werden in Helsinki sicherlich noch mehr Gegenwehr leisten, als die tapferen Liechtensteiner.

Davon ist auch Löw überzeugt. "Finnland ist natürlich ein ganz anderer Gegner, das ist uns bewusst. Positiv stimmt mich für Mittwoch, dass wir bewiesen haben, dass wir auch gegen defensive Mannschaften spielerische Lösungen anbieten und mit Kombinationsfußball zum Erfolg kommen können. Wir werden auch in Finnland wieder offensiv spielen", erklärte der Bundestrainer.

Positiv ist auch die Länderspiel-Bilanz gegen die Finnen. 15 von insgesamt 20 Aufeinandertreffen mit den Skandinaviern gestaltete das deutsche Team siegreich, hinzu kommen vier Unentschieden bei nur einer Niederlage. Die liegt aber schon weit zurück. Am 12. August 1923 gab es ein 1:2 in Dresden.