München - "Vergangenheitsbewältigung" - Freiburgs Trainer Christian Streich kehrt nur vier Tage nach der Pokal-Halbfinal-Pleite (1:2) mit seinem Team schon wieder nach Stuttgart zurück (Sonntag, ab 15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio): "Es ist nicht schlecht, wenn man relativ zeitnah an die Orte geht, wo es nicht so toll war. Vielleicht erkennt man dann doch ein paar schöne Dinge - klassisches Psychologiebuch Nummer eins."

Stuttgart müsse "keine Angst haben, dass wir nicht kommen - außer, wir stehen wieder im Stau", so Streich weiter, der mit dem SC in der Liga im Rennen ums europäische Geschäft weiter auf Kurs liegt: Vier Punkte beträgt der Vorsprung auf Platz 7. Und: nur ein einziger Punkt trennt den SC vom Champions-League-Rang 4.

Tasci fällt aus, Sakai fraglich



Die zwölftplatzierten Stuttgarter, die ganze neun Punkte weniger auf den Konto zu haben, können nach dem Pokaltriumph ohne Druck ins "Rückspiel" gehen. Dennoch "wäre es natürlich eine tolle Sache, wenn wir auch das dritte Heimspiel in einer Woche noch gewinnen", sagt Coach Bruno Labbadia: "Wir haben es geschafft, die Leute in den jüngsten Spielen zu begeistern."

Und beim verdienten Halbfinal-Sieger VfB reißen die Positivmeldungen nicht ab: Defensiv-Talent Antonio Rüdiger verlängerte am Freitag bis 2017. Gegen den SC muss Rüdiger sein Können erneut unter Beweis stellen, da Kapitän Serdar Tasci (Achillessehnenprobleme) erneut ausfällt.

Womöglich muss Rüdiger allerdings diesmal den Rechtsverteidiger geben, da auch der Einsatz von Gotuko Sakai (muskuläre Probleme) fraglich ist. Rüdigers Position neben Georg Niedermeier könnte Winterneuzugang Felipe Lopes einnehmen.

Zuletzt drei Freiburger Liga-Siege beim VfB



Freiburg muss weiterhin auf Sebastian Freis (Trainingsrückstand) und Marco Terrazzino (Reizung der Patellasehne) verzichten, Johannes Flum könnte dagegen wieder zum Kader zählen. Ändern muss sich laut Streich aber vor allem etwas an der letzten Konsequenz: "Es gilt jetzt, alles abzuarbeiten, um möglichst wieder ein besseres Spiel zu zeigen."

Auch, weil dem SC in der Liga in Stuttgart zuletzt drei Siege in Folge gelungen sind, muss die Truppe "das Pokalerlebnis bis Sonntag verarbeitet haben", meint Kapitän Julian Schuster. "Das wird die große Aufgabe sein."



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