Heung-Min Son führt die Werkself mit einer bärenstarken Leistung zum Sieg. Der Südkoreaner erzielt zwei Tore gegen Zenit St. Petersburg - © imago
Heung-Min Son führt die Werkself mit einer bärenstarken Leistung zum Sieg. Der Südkoreaner erzielt zwei Tore gegen Zenit St. Petersburg - © imago

Dank Son(der)-Leistung: Bayer kann für Achtelfinale planen

Käln - Dank Heung-Min Son hat Bayer 04 Leverkusen das Tor zum Achtelfinale in der Königsklasse ganz weit aufgestoßen. Als die Werkself am Mittwochvormittag in Köln/Bonn gelandet war, schaffte es Heung-Min Son ganz alleine aus dem Flieger. Im Gegensatz zu seinem "K.o." vom Dienstagabend schien der Machtwinner sogar ein wenig zu schweben.

"Mein erster Doppelpack in der Champions League macht mich stolz", sagte der Offensivspieler von Bayer Leverkusen, der das Tor zum Achtelfinale weit aufgestoßen hat: "Ich fühle mich aber nicht als Held, das ganze Team ist der Held."

Bei aller Bescheidenheit Sons: Stoff für Heldensagen bot der Auftritt des Südkoreaners beim 2:1 (0:0) des Fußball-Bundesligisten bei Zenit St. Petersburg zur Genüge. Erst brachte der 22-Jährige die Rheinländer mit seinen Toren (68. und 73.) auf Erfolgskurs, dann sackte der von Krämpfen geschüttelte Son mit Abpfiff zusammen.

Mit einem Fuß im Achtelfinale

Völler: "Das kann sich sehen lassen"

Sportchef Rudi Völler wollte das Fell des russischen Bären, den der Bundesliga-Fünfte schon im Hinspiel (2:0) gezähmt hatte, aber noch nicht verteilen. "Zwei Siege gegen eine Mannschaft wie Zenit - das kann sich sehen lassen", äußerte der Weltmeister von 1990 nach der Partie vor 17.100 Zuschauern im Petrowski-Stadion: "Aber wir sind noch nicht durch."

Roger Schmidt, dessen Schützlinge zehn Kilometer mehr abspulten als die Russen, ist da schon zuversichtlicher. Der Trainer hat bereits den Gruppensieg im Visier. "Wir können optimistisch sein. Wir wollen den ersten Platz jetzt fixieren", sagte der Coach, der eine etwas offensivere Ausrichtung als beim 0:1 in der Liga beim Hamburger SV gewählt hatte.

Son in der Offensive, Leno in der Defensive