Frankfurt/Main - Pirmin Schwegler ist im Mittelfeld von Eintracht Frankfurt gesetzt. Der Schweizer geht bei den Hessen in seine zweite Saison und ist als "6er" nicht mehr aus dem Team wegzudenken.

Nach Platz 10 mit 46 Punkten in der vergangenen Spielzeit hat Trainer Michael Skibbe für die "Adler" 50 Zähler als Saisonziel ausgegeben. " Man will immer mehr. Das ist doch ganz klar", erklärt Schwegler im bundesliga.de-Interview.

Der 23-Jährige spricht zudem über den Abgang von Kapitän Christoph Spycher, seine eigene Rolle bei der Eintracht und den Saisonauftakt in Hannover.

bundesliga.de: Herr Schwegler, Glückwunsch zum Einzug in die 2. Runde im DFB-Pokal. Der Ausflug in den hohen Norden war ja doch recht entspannt für die Eintracht - bis auf die Anfangsphase.

Schwegler: Diese fünf Minuten kommen im Spiel immer mal vor. Leider waren es gleich die ersten fünf Minuten. Da haben wir schlecht ausgesehen. Aber wir haben die Probleme auf dem Platz angesprochen, und fortan standen wir enger zusammen. Und es ist ja klar, dass man den Klassenunterschied sieht, wenn wir das zeigen was wir können.

bundesliga.de: Im vergangenen Jahr sind Sie mit zwei Auswärtssiegen im Pokal und in der Liga in die Saison gestartet. Nach Wilhelmshaven geht die Reise am 1. Spieltag nach Hannover. Wie stehen da die Chancen?

Schwegler: Es ist generell wichtig, dass wir gut in die Bundesliga starten. Aber wir wissen, dass wir in jedem Spiel unser ganzes Können abrufen müssen. Wenn wir das schaffen, dann ist einiges möglich. Und da sind wir auch ganz optimistisch.

bundesliga.de: Michael Skibbe hat als Saisonziel 50 Punkte ausgegeben - vier mehr als in der vergangenen Spielzeit. Ein realistisches Ziel?

Schwegler: Man will immer mehr. Das ist doch ganz klar. Wir waren in der vergangenen Saison schon gut dabei und haben einige Top-Mannschaften geschlagen. Wir sind auf dem richtigen Weg, müssen uns aber weiterhin stetig verbessern. Nach oben wird es aber richtig schwierig.

bundesliga.de: Mit Christoph Spycher hat die Eintracht Ihren Kapitän verloren. Wie schwer wiegt der Abgang Ihres Landsmannes?

Schwegler: Das wird man wohl erst richtig sehen, wenn es nicht so gut läuft. Denn es wird oft unterschätzt, was es ausmacht, wenn man einen Spieler hat der in solchen Phasen das Wort ergreift. Da muss sich noch herauskristallisieren, wer diesen Part übernimmt.

bundesliga.de: Wollen Sie diese Rolle nicht ausfüllen?

Schwegler: Ich versuche natürlich auch, die Verantwortung zu übernehmen. Wir haben aber einige Spieler, die über die Qualität und die nötige Erfahrung verfügen. Und deshalb müssen wir uns nicht kleiner machen, als wir es sind.

Das Gespräch führte Michael Reis