Auf Vermittlung der DFL Deutsche Fußball Liga GmbH haben sich heute in Anwesenheit des Deutschen Fußball Bundes die Verantwortlichen des FSV Frankfurt und des ZMD Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V. getroffen.

In dem rund zweistündigen Gespräch in der Frankfurter DFL-Zentrale diskutierten Bernd Reisig, Geschäftsführer des FSV Frankfurt, und Aiman Mazyek, Generalsekretär des ZMD Zentralrat der Muslime in Deutschland, über die aufgekommenen Irritationen zum Ernährungsverhalten einiger muslimischer Spieler während des Ramadan.

Seifert zieht positives Fazit

"Es ist immer besser, miteinander zu reden als übereinander, deshalb haben wir beide Parteien zum Gespräch eingeladen. Das Treffen hat sehr dazu beigetragen, Verständnis für die Anliegen der jeweils anderen Seite zu wecken", erklärt der Vorsitzende der DFL-Geschäftsführung Christian Seifert.

Bei dem Treffen wurde vereinbart, dass zeitnah und unter Hinzuziehung von medizinischen, theologischen und juristischen Experten, konkrete Handlungsempfehlungen für Clubs und Spieler erstellt werden.

"Beide Seiten können sehr zufrieden mit dem Ergebnis sein"

Bernd Reisig sagte nach dem Gespräch: "Ich meine, beide Seiten können sehr zufrieden mit dem Ergebnis sein. Wir haben Herrn Mazyek erläutert, dass es nie unsere Absicht war, Spieler in ihrer Religionsausübung einzuschränken oder in einen Gewissenskonflikt zu bringen. Das haben wir nicht getan und werden wir auch nicht tun. Allerdings haben wir auch erläutert, dass es aus medizinischer Sicht und auch aus Gründen der Fürsorge unbedingt notwendig ist, dass uns ein Spieler darüber informiert, wenn er Diät hält beziehungsweise fastet."

"Es war ein gutes Gespräch, das zum beiderseitigen Verständnis beigetragen hat. Den Hochleistungssport Profifußball in den Kontext des Ramadan zu stellen, ist durchaus möglich. Das gilt für alle Clubs mit muslimischen Spielern. Wir sind gerne jederzeit Ansprechpartner für Fragen der Clubs und werden aktiv Hilfestellung leisten", erklärt Aiman Mazyek.