Köln – Naby Keita ist zwar erst 21 Jahre alt, aber er spielt bereits bei RB Leipzig eine wichtige Rolle. Nach ein paar körperlichen Problemen nach seinem Wechsel von Salzburg zum aktuellen Tabellenführer ist er mittlerweile nicht mehr aus der Elf von Ralph Hasenhüttl weg zu denken. Im Exklusiv-Interview mit Bundesliga.de spricht der Guineer über den Höhenflug seiner Mannschaft, seine ersten Wochen in Deutschland und die anstehende Aufgabe beim SC Freiburg.

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bundesliga.de: Monsieur Keita, RB Leipzig ist nach elf Spieltagen Spitzenreiter. Was ist das Erfolgsgeheimnis Ihrer Mannschaft ?

Naby Keita: Die Solidarität untereinander und der Teamspirit in der Mannschaft, aber auch im ganzen Verein, die jederzeit zu spüren ist. Wir treffen uns morgens und trennen uns erst wieder gegen 18 Uhr. Dazwischen haben wir untereinander viel Spaß, sei es beim Training, bei den Mahlzeiten, usw. Jeder hilft den Anderen. Das ist ein schönes Gefühl und macht uns stark.

bundesliga.de: Ist Ihnen gerade bewusst, was Ihre Elf Woche für Woche als Aufsteiger leistet?

Keita: Ja klar. Aber wir haben es verdient, weil wir jeden Tag hart arbeiten. Bei uns passt gerade alles.

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bundesliga.de: Alle Spieler scheinen unheimlich mit viel Freude und viel Leidenschaft zu spielen.

Keita: Das ist genau der Fall. Ob bei den Trainingseinheiten oder in der Bundesliga spielen wir mit viel Gier und viel Elan. Das zeichnet uns sicherlich aus.

bundesliga.de: Sie wechselten im Sommer von Salzburg nach Leipzig. Wie fühlen Sie sich in Deutschland?

Keita: Ich wurde mit viel Herz empfangen und ich konnte mich sofort wohlfühlen. Man arbeitet viel und hart. Es macht Spaß. Ich liebe unsere offensive Spielweise. Die Stimmung in der Mannschaft ist hervorragend, aber auch auf jeder Ebene im Verein. Man spürt, dass hier etwas Großes entsteht. Jeder will Spaß haben, immer gewinnen und sich weiter entwickeln.

bundesliga.de: Von welchem Ihrer Mitspieler wurden Sie bis hierhin spielerisch am meisten positiv überrascht?

Keita: Emil Forsberg. Er ist ein toller Spieler, der große technische Fähigkeiten hat. Auch privat verstehen wir uns prima. Er ist immer bereit der Mannschaft zu helfen.

bundesliga.de: Von außen betrachtet hat man das Gefühl, dass auch eine Niederlage Ihre Mannschaft keineswegs umhauen würde. Teilen Sie auch diese Meinung?

Keita: Absolut. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir nach unserer ersten Niederlage noch heißer und gieriger sein werden, um sofort auf die Siegesstraße zurückzukehren. Wir werden mit noch mehr Leidenschaft zu Werke gehen. Es wäre völlig normal irgendwann mal zu verlieren, das gehört zum Fußball und allgemein zum Sport. Dann wird es wichtig sein, die Gründe für die Niederlage zu analysieren, um unsere Fehler bei der nächsten Partie nicht zu wiederholen und vor allem aus ihnen zu lernen.

bundesliga.de: Welche Rolle spielt Trainer Ralph Hasenhüttl bei diesem Erfolg?

Keita: Ralph Hasenhüttl hat sicherlich einen großen Anteil. Er ist jemand, der viel Wert auf Kommunikation legt. Auch während eines Spiels spricht er uns oft an um uns zu unterstützen oder um uns taktisch ein paar Anweisungen zu geben. Auch vor dem Anpfiff in der Kabine ist er stark, um uns zu motivieren. Er findet immer die richtigen Wörter. Er weiß genau, wie er seine Spieler am besten erreichen kann. Er ist stets gut gelaunt und sorgt auch für die positive Stimmung. Es herrscht ein gegenseitiges Vertrauen.

bundesliga.de: Nun geht es zum zweiten Auswärtsspiel in Folge nach Freiburg. Was für eine Partie kann man im Breisgau erwarten?

Keita: Uns ist bewusst, dass wir immer ernster von unseren Gegnern genommen werden. Im Breisgau erwartet uns mit Sicherheit kein einfaches Spiel. Wichtig ist vor allem, ruhig und besonnen im Kopf zu bleiben. Beide Teams kennen sich noch aus der zweiten Liga sehr gut. Klar werden wir versuchen, in Freiburg die drei Punkte einzufahren.

bundesliga.de: Welches Ziel hat sich nun RB Leipzig bis zur Winterpause gesteckt?

Keita: Dass wir eine sorgenfreie Saison spielen. Aber auf uns wartet bis Weihnachten ein schweres Programm. Wir werden versuchen, weiterhin genauso erfolgreich zu spielen und dann werden wir sehen, wo wir dann in der Winterpause stehen.

Das Interview führte Alexis Menuge.