Werders Sieg gegen Bayern im Endspiel des Premiere-Ligapokals hatte vor allem einen Grund, wie die Daten von bundesliga.de belegen.

Es war eine Premiere der erfreulichen Art: Mit einem 2:0 (1:0)-Erfolg über den fünffachen Titelträger FC Bayern München hat Werder Bremen zum ersten Mal den Premiere-Ligapokal gewonnen.

Und das absolut verdient. Zwar hatten die Bayern mit 52 Prozent Ballbesitz mehr vom Spiel, die besseren Chancen erarbeitete sich allerdings der Vorjahreszweite der Bundesliga.

Gute Chancenverwertung

Und nutzte sie auch: Von elf Bremer Torschüssen zappelten zwei im Netz, dreimal verhinderte Bayern-Torwart Oliver Kahn den Einschlag.

Damit waren die Bremer ihrem Gegner um Längen voraus, auch wenn Miroslav Klose anschließend feststellte: "Wir hätten das Spiel früher entscheiden müssen."

Die Bayern waren vor dem Tor dagegen harmlos. Mit zwölf verbuchte der Rekordmeister sogar einen Torschuss mehr als Werder - davon landete allerdings lediglich einer (!) auf dem Bremer Kasten und wurde Beute von Tim Wiese.

Erfolgreiche Abseitsfalle

Bei den Ecken hatten die Bremer Vorteile (6:3), während eine andere Statistik ein erfolgreich eingesetztes taktisches Mittel aufzeigt.

Die Bayern-Angreifer tappten insgesamt zehn Mal in die geschickt organisierte Bremer Abseitsfalle.

Da half es den Münchnern auch nicht, dass sie verstärkt mit langen Bällen (89:49) operierten und deutlich mehr Flanken (25:11) schlugen.

Frings will Meister werden

Doch nach dem Spiel ist - in diesem Fall - vor der Saison. "Es freut mich, in diesem schönen Stadion den ersten Titel der Saison gewonnen zu haben. Wichtig ist jetzt aber, dass wir die richtige Schale holen", sprach Werders Nationalspieler Torsten Frings das Schlusswort zum Premiere-Ligapokal - und erklärte die Jagd auf die Bundesliga-Meisterschaft für eröffnet.

Christof Greiner