Frankfurt - Drei Spiele, drei Niederlagen - Eintracht Frankfurt ist denkbar schlecht aus der Winterpause gekommen. Nach einer sehr ordentlichen Hinserie haben die Hessen in der Rückrunde noch nicht zu ihrem Spiel gefunden.

Dabei waren die "Adler" zumindest bei der 0:1-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach vergangenen Sonntag das bessere Team, blieben aber erneut punktlos.

Mit bundesliga.de spricht Mittelfeldspieler Benjamin Köhler über den Fehlstart der Eintracht. Außerdem blickt er auf die anstehende Partie beim SC Freiburg (So., ab 17 Uhr im Live-Ticker / Liga-Radio) voraus und erklärt, wie seine Mannschaft in Zukunft auftreten muss, um erfolgreicher zu sein.

bundesliga.de: Am vergangenen Sonntag gab es im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach eine 0:1-Niederlage. Wie verlief das Spiel aus Ihrer Sicht?

Benjamin Köhler: Im Ergebnis natürlich ärgerlich. Wir haben besonders in der ersten Halbzeit ein ordentliches Spiel gemacht und uns Torchancen herausgespielt, aber am Ende verloren.

bundesliga.de: Eigentlich war die Eintracht die bessere Mannschaft. Wie erklären Sie sich dann die Niederlage?

Köhler: Wenn man die Tormöglichkeiten, die man sich erarbeitet hat, nicht nutzen kann und der Gegner einen Konter erfolgreich abschließt, dann kann man halt ein Spiel verlieren. Genauso gut hätten wir aber auch gewinnen können.

bundesliga.de: Nach den ersten drei Rückrundenspielen stehen Sie mit null Punkten und 0:5 Toren da. Wo liegen die Ursachen?

Köhler: Das war natürlich kein Auftakt in die Rückrunde, wie wir ihn uns alle gewünscht hatten. Wir betreiben großen Aufwand und werden bis jetzt nicht dafür belohnt. Dennoch darf uns die Niederlagen-Serie keinen Knacks geben und wir müssen weiter arbeiten.

bundesliga.de: Gerade in der Offensive scheint seit der Winterpause der Wurm zu stecken. Wieso ist das so?

Köhler: Wenn wir das wüssten, würden wir es abstellen. Ich glaube aber fest daran, dass schon bald der Knoten reißen wird und wir auch wieder Tore schießen werden.

bundesliga.de: Wo sehen Sie noch Steigerungsbedarf bei der Mannschaft?

Köhler: Wir müssen wieder die Gier finden, die wir in der Hinrunde nach den Auftaktniederlagen hatten. Wenn diese Power wieder da ist und in der Spitze wieder mehr Druck ausgeübt wird, dann wird es wieder aufwärts gehen.

bundesliga.de: Hat die Diskussion um die Vertragsverlängerung von Michael Skibbe negativen Einfluss auf das Team gehabt?

Köhler: Nein, das hat uns nicht beeinflusst. Wir sind froh, dass Trainer und Vorstand sich geeinigt haben und wir weiter mit Michael Skibbe arbeiten werden.

bundesliga.de: Die Abwehr ist wieder - zum Teil - formiert. Was bedeutet das für die Mannschaft?

Köhler: Das gibt uns allen natürlich mehr Sicherheit, auch wenn die Spieler, die einspringen mussten, ihre Sache sehr gut gemacht haben. Dennoch waren wir alle mehr damit beschäftigt in der Defensive zu arbeiten und konnten nicht wie gewohnt so offensiv spielen.

bundesliga.de: Der nächste Gegner heißt SC Freiburg. Was erwarten Sie für diese Partie?

Köhler: Freiburg spielt eine gute Saison und es wird keine leichte Aufgabe für uns. Dennoch bin ich optimistisch, dass wir gewinnen können.

bundesliga.de: Wo liegen die Stärken des SC?

Köhler: Sie haben mit Cisse natürlich einen Stürmer, der immer für ein Tor gut ist. Aber auch dahinter sind Spieler, die wissen, wo das Tor steht.

bundesliga.de: Ist Freiburg ein Team, das man schlagen muss, wenn man international spielen will?

Köhler: Ich glaube unser Anspruch darf im Moment nicht der internationale Fußball sein. Wir befinden uns momentan in einer Zone, in der es schnell auch weiter nach unten gehen kann. Das gilt es in erster Linie zu vermeiden und ein Sieg gegen Freiburg würde da schon helfen.

Die Fragen stellte Gregor Nentwig