Wohl kaum eine andere Mannschaft startet mit solch einem Marathonprogramm in die Rückrunde wie Borussia Dortmund. Nach dem Pokalspiel gegen Werder Bremen folgte der Bundesliga-Rückrundenauftakt gegen Bayer Leverkusen. Am 19. Spieltag geht es nun zum FC Bayern München.

Trotz dieses schweren Starts gibt man sich optimistisch beim BVB. Vor allem Patrick Owomoyela strahlt unheimlich viel Selbstbewusstsein aus. Nach langer Leidenszeit sieht sich der im Sommer nach Dortmund gewechselte Außenverteidiger wieder auf einem guten Weg.

Dies gibt Owomoyela auch im Gespräch mit bundesliga.de zu verstehen. Weiterhin spricht er über den fußballerischen Start ins neue Jahr und das bevorstehende Gastspiel in München.

bundesliga.de: Herr Owomoyela, Dortmund spielte 1:1 gegen Leverkusen. Wie zufrieden sind Sie mit dem Rückrundenstart der Borussia?

Patrick Owomoyela: Wir haben gegen eine sehr starke Mannschaft von Bayer Leverkusen nicht verloren. Das ist die positivste Erkenntnis. Auch wenn wir uns nach dem Verlauf der ersten Halbzeit mehr erhofft hatten, können wir mit dem Unentschieden zufrieden sein.

bundesliga.de: Sie selbst haben ein starkes Spiel gemacht, 73 Prozent Ihrer Zweikämpfe gewonnen und waren am Dortmunder Führungstreffer beteiligt. Sind Sie auf einem guten Weg zum "alten" - dem topfiten - Patrick Owomoyela?

Owomoyela: Ja, ich denke, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Die gute und harte Arbeit der vergangenen Monate macht sich jetzt bezahlt.

bundesliga.de: Die Partie gegen Leverkusen war sehr kampfbetont. Fehlte beiden Seiten noch ein wenig die Lockerheit der Hinrunde?

Owomoyela: Nein, sicher nicht. Ich bin der Meinung, dass dieses erste Bundesliga-Spiel der Rückrunde sogar ein bemerkenswert gutes Niveau hatte.

bundesliga.de: Bereits vor dem Bundesliga-Rückrundenstart wartete eine schwere Aufgabe auf den BVB. Im Pokal ging es gegen Bremen. Fehlte der Mannschaft gegen Leverkusen vielleicht noch ein wenig die Frische?

Owomoyela: Das glaube ich nicht, wir haben unseren Rhythmus und sind in einer guten Verfassung. Im übrigen war auch Bayer Leverkusen zeitgleich im Pokal im Einsatz.

bundesliga.de: Kurz vor Ende der Transferperiode II gab es einige Veränderungen im Dortmunder Kader. Neuzugang Kevin Boateng spielte mit Ihnen zusammen auf der rechten Seite. Wie gut harmonieren Sie beide schon nach so kurzer Zusammenarbeit?

Owomoyela: Das klappt schon recht gut mit uns. Wir verstehen uns nicht nur auf dem Platz, sondern auch außerhalb. Im übrigen ist Kevin ein hochtalentierter junger Mann, kampf- und spielstark zugleich. Es macht Spaß, mit ihm zusammen Fußball zu spielen.

bundesliga.de: Sie sind im Sommer nach Dortmund gekommen. Wie wohl fühlen Sie sich hier?

Owomoyela: Sehr wohl. Ich spiele bei einem Topclub mit einem sehr guten Trainer. Und die Mentalität der Menschen hier in Westfalen gefällt mir. Die Leute sind herzerfrischend und lebendig.

bundesliga.de: Apropos Trainer. Welche Eigenschaften zeichnen Jürgen Klopp Ihrer Meinung nach aus?

Owomoyela: Er ist ein Trainer auf fachlich hohem Niveau, der bei harter Arbeit gleichzeitig Spaß vermittelt. Und er ist richtig nah dran an der Mannschaft.

bundesliga.de: Zeit zum Durchatmen bleibt Ihnen nicht. Am kommenden Wochenende spielt Dortmund beim FC Bayern München. Auf welche Dinge muss Ihre Mannschaft besonders gut vorbereitet sein?

Owomoyela: Nach Bremen und Leverkusen spielen wir wieder gegen eine Spitzenmannschaft. Um in München etwas zu holen, müssen wir eine richtig gute Leistung bringen.

bundesliga.de: Seit 16 Spielen wartet Dortmund auf einen Sieg in München. Was stimmt Sie zuversichtlich, dass der BVB diese Serie beenden kann?

Owomoyela: Statistiken beeindrucken mich nicht wirklich. Ich fahre zum ersten Mal mit dem BVB nach München. Wir werden alles daran setzen, ein gutes Ergebnis zu erzielen.

Die Fragen stellte Sebastian Stolz