Im Hinspiel in Enschede hätte Claudio Pizarro für Werder Bremen schon der Matchwinner werden können. Doch beim 0:1 ließ er beste Chancen ungenutzt.

Im Rückspiel holte der Peruaner das nun aber nach - und wie. Beim 4:1 traf "Pizza" gleich dreimal. Darüber hinaus war er fast überall auf dem Platz zu finden, rannte und ackerte als hängende Spitze über 90 Minuten.

Doch die Bremer dürfen sich nicht lange auf dem Erfolg ausruhen. Schon am Samstag geht es in Mainz wieder um Punkte in der Bundesliga. Den Hanseaten bleiben weniger als 40 Stunden zur Regeneration. Für Pizarro kein großes Problem. "Wir müssen gut essen, viel schlafen und dann kriegen wir das schon hin", sagte er zu bundesliga.de.

Im Interview nach dem Spiel spricht Pizarro über das Spiel gegen Twente, den nächsten Gegner Valencia und die Partie in Mainz.

Frage: Herr Pizarro, hätten Sie gedacht, dass sich das Rückspiel gegen Enschede am Ende dann doch so einfach gestaltet?

Claudio Pizarro: Nein, auf keinen Fall. Aber wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht. Es war wichtig, dass wir Enschede früh unter Druck gesetzt und die Tore gemacht haben. So war es für uns am Ende leichter und wir konnten unser System besser durchziehen. Wir hatten viele Möglichkeiten und haben verdient gewonnen. Für mich war es natürlich ein besonderes Spiel. Denn drei Tore erzielt man nicht jeden Tag.

Frage: Sie haben im Hinspiel viele Chancen vergeben. Hat Sie das extra motiviert?

Pizarro: So ist der Fußball leider ab und an. Es klappt nicht immer alles wie gewünscht. Aber dann ist es wichtig, dass man weiterarbeitet und versucht, das Beste zu geben. Und das hat gegen Enschede nun zum Glück wieder geklappt.

Frage: In der nächsten Runde wartet jetzt der FC Valencia. Wie beurteilen Sie die Spanier?

Pizarro:Der FC Valencia ist eine sehr gute Mannschaft und das wird bestimmt nicht leicht. Aber wir haben genügend Selbstvertrauen, um auch diese Aufgabe zu meistern.

Frage: Sie sind noch im DFB-Pokal und in der Europa League dabei. Wie schätzen Sie diese Mehrfachbelastung für den restlichen Saisonverlauf ein?

Pizarro: Für unseren Rhythmus ist es sicherlich gut, wenn wir in beiden Pokal-Wettbewerben lange dabei sind. Aber wir müssen jetzt auch in der Liga die Punkte holen, denn da sind wir ein bisschen weit weg von der Spitzengruppe.

Frage: In Mainz fällt neben dem gesperrten Torsten Frings eventuell auch der angeschlagene Peter Niemeyer mit einer Knöchelverletzung aus. Könnte das ein Problem im defensiven Mittelfeld werden?

Pizarro:Nein, wir haben viele gute Spieler für diese Position. Und ich bin überzeugt, dass, egal wer in Mainz spielt, diese Spieler auch eine gute Leistung abliefern.

Frage: Sie müssen schon am Samstag wieder ran. Ihnen bleiben weniger als 40 Stunden, um ausgeruht in die Partie beim FSV zu gehen. Sicherlich eine ungewohnte Situation. Wie gehen Sie damit um?

Pizarro: Wir müssen gut essen, viel schlafen und dann kriegen wir das schon hin.

Aus Bremen berichtet Michael Reis