Mailand - Das hatten sich die Bremer sicherlich anders vorgestellt. Obwohl stark ersatzgeschwächt angetreten, wollten die Norddeutschen dem Titelverteidiger in der Champions League das Leben zumindest ein bisschen schwer machen. Doch Inter Mailand überrollte überforderte Werderaner und siegte verdient mit 4:0.

Im bundesliga.de-Interview versucht Innenverteidiger Sebastian Prödl, Gründe für die klare Niederlage zu finden.

bundesliga.de: Herr Prödl, wie erklären Sie sich diese hohe Niederlage in Mailand?

Sebastian Prödl: Wir haben leider nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Wir waren immer einen Schritt zu spät und das hat Inter Mailand konsequent ausgenutzt. Und dann geht das 0:4, so wie es zustande gekommen ist, auch in Ordnung.

bundesliga.de: Darf man denn so gegen Inter verlieren?

Prödl: Wir haben immerhin gegen den amtierenden Champions-League-Sieger gespielt. Und vor allem ein Samuel Eto'o hat seine individuelle Klasse gezeigt. Aber wir haben es Inter auch zu einfach gemacht.

bundesliga.de: Wäre das Spiel vielleicht anders verlaufen, wenn Hugo Almeida eine seiner drei guten Chancen zu Beginn des Spiels verwertet hätte?

Prödl: Vielleicht hätten wir dann abwarten und auf Konter lauern können. Aber so lagen wir nach einem individuellen Fehler mit 0:1 zurück und wir sind dem Rückstand hinterhergelaufen.

bundesliga.de: In acht von elf Pflichtspielen hat Werder in dieser Saison mindestens zwei Gegentreffer kassiert. Haben Sie mittlerweile eine Erklärung dafür?

Prödl: Es passieren leider in allen Mannschaftsteilen immer wieder Fehler, die einfach nicht passieren dürfen.

bundesliga.de: Nehmen Sie trotzdem irgendwas Positives aus Mailand mit für die kommenden Wochen?

Prödl: Wir müssen aus den Fehlern lernen. Es war einfach kein gelungener Auftritt. Wir können sicherlich besser spielen, aber das haben wir in Mailand leider nicht gezeigt.

Das Gespräch führte Michael Reis