München - Für alle vier Teams geht es in den beiden Freitagsduellen gegen den Abstieg (ab 20 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio). Aufgrund des spielfreien 1. Mai gibt es gleich zwei Bundesliga-Partien am Freitagabend - das Nordduell zwischen Werder und Wolfsburg sowie das Kräftemessen der beiden Aufsteiger Kaiserslautern und St. Pauli.

SV Werder Bremen - VfL Wolfsburg

Zwar hat der SV Werder Bremen durch das 3:1 auf St. Pauli die größte Abstiegsangst abgeschüttelt, jetzt gilt es aber für die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf, den Sieg zu vergolden, die 40-Punkte-Marke zu knacken und so endgültig den Klassenerhalt zu sichern. "Wir mussten jetzt lange genug zittern und wollen mit einem Erfolg endlich Ruhe haben", betont Torsten Frings, der aber genau weiß, dass "wir dafür eine Top-Leistung bringen müssen, weil der VfL sich gefestigt hat und mit einem Erfolg die Chance hat, über den Strich zu kommen."

Marko Marin kehrte nach überstandenen Sprunggelenksproblemen bei Werder auf den Rasen zurück. Mit ihm wollen die Bremer am Freitag ihre "Serie von acht ungeschlagenen Spielen in Folge fortführen und alles klarmachen", erklärt Werders Mannschaftskapitän Frings. Fehlen werden dafür Denni Avdic, Sebastian Prödl und Tim Borowski. Bei Avdic zeigen sich nach dem Schlag aus dem Frankfurt-Spiel die Merkmale einer Gehirnerschütterung. Prödl befindet sich nach einer Operation am Gesäßmuskel noch in der Reha. Borowski erlitt im Mannschaftstraining eine Innenbandverletzung im Knie.

Auf Wolfsburger Seite wird es besonders für Spielmacher Diego eine aufregende Partie, denn erstmals absolviert der Ex-Bremer wieder ein Spiel im Weser-Stadion: "Es ist zwar das zweite Spiel gegen Bremen, aber das erste in Bremen. Ich habe großen Respekt vor Bremen, trotzdem werde ich spielen wie immer und keine Rücksicht nehmen. Ich habe im Weser-Stadion immer erfolgreich gespielt und ich hoffe, dass dies am Freitag genauso sein wird." Auch Felix Magath spielt gegen einen seiner Ex-Clubs, doch darüber macht sich der Cheftrainer keine Gedanken: "Viel wichtiger ist, dass wir es hinbekommen, nun auch auswärts so zu spielen wie hier zuhause gegen Köln." Der VfL-Coach muss sich keine personellen Sorgen machen. Lediglich der kongolesische Nationalstürmer Dieudonne Mbokani fehlt aus privaten Gründen.




1. FC Kaiserslautern - FC St. Pauli

Auch der FCK ist nur einen Sieg davon entfernt, die 40-Punkte-Marke zu knacken. "Wir befinden uns auf einem guten Weg, unser Ziel von 40 Punkten zu erreichen", geht Lauterns Christian Tiffert positiv gestimmt in das Aufeinandertreffen mit dem auf den letzten Tabellenplatz abgerutschten FC St. Pauli. Der 29-Jährige erwartet aber einen harten Kampf: "St. Pauli hat ein sehr zweikampfstarkes Team und wird hier entsprechend auftreten. Durch die aktuelle Tabellensituation werden sie noch mehr kämpfen." Personell müssen die "Roten Teufel" weiterhin auf Ivo Ilicevic verzichten, Adam Nemec wird dagegen voraussichtlich in den Kader zurückkehren. Florian Dick wird nach seinem im vergangenen Spiel auf Schalke erlittenen Muskelfaserriss ausfallen.

Auch der FC St. Pauli wird alles dafür tun, den Klassenerhalt zu sichern. Der Tabellenletzte ist nur drei Punkte vom Relegationsplatz entfernt. St. Pauli-Coach Holger Stanislawski glaubt an den Verbleib in der Bundesliga: "Tiefer kann es nicht mehr gehen", sagt er: "Wir haben schon den 31. Spieltag hinter uns und stehen erst jetzt zum ersten Mal auf Platz 18. Ab jetzt geht's nur noch aufwärts."

Doch einfach wird das nicht, denn St. Pauli muss auf einige Spieler verzichten. Carlos Zambrano (Sehnenanriss), Bastian Oczipka (Knöchelbruch), Carsten Rothenbach (Patellasehne) sind langzeitverletzt. Rouwen Hennings fällt zudem wegen Schambeinproblemen aus, Fabian Boll fehlt wegen eines Bänderrisses. Außerdem muss Stanislawski auf zwei seiner Torhüter verzichten: Thomas Kessler leidet unter muskulären Problemen, Mathias Hain fehlt immer noch wegen seinem Unterarmbruch.