München - Es wird heiß in der Bundesliga! Die Wochen der Entscheidungen stehen kurz bevor.

Wer wird am 14. Mai die Meisterschale in die Höhe gen Himmel strecken? Wer darf sich über die Teilnahme am internationalen Geschäft freuen? Und wo werden bittere Abstiegs-Tränen fließen? All diese Fragen werden an den noch ausstehenden sieben Spieltagen beantwortet.

Zur Einstimmung auf das Saisonfinale hat bundesliga.de ein paar interessante Fakten zusammengetragen.

BVB wohl nicht mehr zu stoppen

Der Vorsprung des BVB wird geringer: Leverkusen hat nur noch sieben Punkte Rückstand auf den Tabellenführer aus Dortmund - allerdings konnte noch kein Team zu diesem oder einem späteren Saisonzeitpunkt einen solchen Rückstand aufholen. Rekord waren fünf Punkte (nach dem 31. Spieltag) in der Saison 2001/02, als ausgerechnet der BVB die "Werkself" noch abfing.

Zahlreiche Gastgeschenke

34 Prozent aller Bundesliga-Spiele in dieser Saison wurden von den Gästeteams gewonnen - das liegt deutlich über dem alten Rekord, der in der Vorsaison aufgestellt wurde (31 Prozent). Mit Dortmund, Leverkusen, Mainz und Gladbach haben vier Teams auswärts mehr Punkte geholt als zuhause. 83 Mal entführte in der laufenden Spielzeit die Gastmannschaft alle drei Punkte.

Trainerkarussell

Zehn Trainerwechsel gab es in der laufenden Saison - so viele wie noch nie nach 27 Spieltagen. Der Rekord innerhalb einer Spielzeit liegt bei 14. Die unrühmliche Bestmarke stammt aus der Spielzeit 2003/04.

Nervenflattern?

Elfmeter nur selten verwandelt: Beim Duell Schütze gegen Torwart steht es 45 zu 22, damit wurden nur 67 Prozent der Elfmeter verwandelt. In der gesamten Vorsaison wurden nur zwölf Strafstöße vergeben. Die 67 Prozent Trefferquote sind Tiefstwert seit der Saison 1979/80 (63 Prozent).

Alles in der eigenen Hand

Purer Abstiegskampf: Kaiserslautern hat an den letzten sieben Spieltagen noch fünf Gegner aus der unteren Tabellenhälfte vor der Brust. Die "Roten Teufel" müssen nach Stuttgart, nach Gelsenkirchen und nach Wolfsburg. Auf dem "Betzenberg" geht es gegen St. Pauli und Werder Bremen.

Auf Rekordjagd

Jupp Heynckes wird mit Erich Ribbeck am 29. Spieltag gegen St. Pauli nach Bundesliga-Spielen als Trainer gleichziehen (beide 569, nur Otto Rehhagel hat mit 824 mehr). Eine Woche später wird er dann Ribbeck ausgerechnet bei seinem neuen Arbeitgeber Bayern München überholen. Übrigens: Sowohl Ribbeck als auch Heynckes trainierten den Rekordmeister und Bayer.

Anspruchsvolles Restprogramm

Tabellenschlusslicht Borussia Mönchengladbach muss an den letzten sieben Spieltagen sechs Mal gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte antreten. Am 29. Spieltag kommt der 1. FC Köln zum Derby - ein wahrhaft harter Weg bis zum erhofften Klassenerhalt.

Verkehrte Welt

In den vergangenen acht Jahren wurden vier Teams Deutscher Meister, drei davon stecken aktuell im Abstiegskampf: der SV Werder Bremen (Meister 2004), der VfB Stuttgart (2007) und der VfL Wolfsburg (2009). Wer hätte das vor dieser Saison gedacht?

Tuchel mit gutem Händchen

13 Jokertore hat der 1. FSV Mainz 05 in dieser Saison erzielt - der Bundesliga-Rekord von Werder Bremen (17 Jokertore 2006/07) ist damit für die Rheinhessen, die weiterhin beachtlich in der Spitzengruppe mitmischen, noch in Reichweite.

Faire Runde

In der Saison 2010/11 gab es bisher 828 Gelbe Karten - das sind im Schnitt 3,41 pro Spiel. Das ist der tiefste Schnitt seit 1991/92 (3,25).

Dauerbrenner

Ze Roberto vom Hamburger SV steht vor seinem 331. Bundesliga-Spiel und hätte damit alleine die meisten eines Ausländers in der Bundesliga absolviert, Bisher teilt er sich diese Bestmarke noch mit Sergej Barbarez (330).