Vor dem wichtigsten Spiel der ersten Saisonphase hat Schalke 04 Selbstvertrauen getankt.

Gegen Werder Bremen holten die Schalker am Samstag mit etwas Glück und viel Engagement ein Unentschieden.

Westermann trifft

Nationalspieler Westermann nutzte fünf Minuten vor dem Abpfiff eine Unaufmerksamkeit in der Hintermannschaft der Gastgeber und bewahrte sein Team vor dem entscheidenden Champions-League-Qualifikationsspiel am kommenden Mittwoch bei Atletico Madrid vor der ersten Saisonniederlage.

Torwart Schober musste sich lediglich in der 64. Spielminute den Bremer Angriffsbemühungen geschlagen geben, als Torsten Frings nach schöner Vorarbeit des Ex-Schalkers Mesut Özil das 1:0 für die Gastgeber gelang. Ansonsten präsentierte sich der Keeper erneut als hervorragender Vertreter des Verletzten Manuel Neuer und verhinderte einige Male eine höhere Werder-Führung.

Rückhalt Schober

Bremens Rückkehrer Claudio Pizarro, der allein mehrfach an Schober gescheitert war, lobte die starke Vorstellung des Schalkers: "Er hat sehr gut reagiert." Auch Schober selbst war mit seinem 153. Bundesligaspiel zufrieden: "Ich denke, das war eine gute Leistung von mir. Wichtig ist, dass die Mannschaft weiß, dass sie sich auf mich verlassen kann."

Das wird sie sich auch am Mittwoch im Estadio Vicente Calderon, wenn sie den 1:0-Vorsprung aus dem Hinspiel verteidigt. "Jetzt fliegen wir mit noch mehr Selbstbewusstsein nach Madrid", sagte Torschütze Westermann.

Für den Verteidiger, der nach der EURO und dem verspäteten Einstieg in die Saisonvorbereitung erst "bei 80 oder 90 Prozent" ist, war der Punkt im Spitzenspiel ein Erfolg: "Es zeugt vom Selbstvertrauen und unserer Klasse, dass wir noch einmal zurückgekommen sind."

"Sind nicht leicht zu schlagen"

Ein wenig Glück war auch dabei, das wollte Trainer Fred Rutten auch gar nicht leugnen.

"Dass das Tor so spät gefallen ist, war vielleicht etwas glücklich. Aber wir sind so leicht nicht zu schlagen", sagte Rutten und meinte letzteren Satz wohl auch schon im Hinblick auf Mittwoch.

Rutten erwartet "heißen Abend"

Das 1:0 gegen Atletico aus dem Hinspiel in Gelsenkirchen ist für Rutten aber natürlich kein beruhigendes Polster. "Das wird mit Sicherheit ein heißer Abend", prophezeit der Coach.

Nationalspieler Westermann stimmte zwar zu, hat aber auch keine Angst vor Atletico. "Wenn die Spanier gesehen haben, wie wir auch hier in Bremen aufgetreten sind, werden sie Respekt vor uns haben. Vor allem vor unseren gefährlichen Standards", so der 25-Jährige.