München - Für einen Fan ist es immer ein ganz besonderer Moment, wenn der Lieblingsclub am Ende der Saison die Meisterschale hochhält. Wenn man dann auch noch als Spieler maßgeblich am Erfolg beteiligt ist, muss die Freude noch einmal deutlich größer sein.

Dies könnte bald bei Kevin Großkreutz der Fall sein. Der Akteur von Borussia Dortmund steht mit dem BVB auf Platz 1 der Bundesliga und der Gewinn der Deutschen Meisterschaft ist zum Greifen nah. bundesliga.de blickt auf die Karriere, Privates und Kurioses des offensiven Mittelfeldspielers und präsentiert zehn Dinge über Kevin Großkreutz, die sie (vielleicht) noch nicht wussten...

Erste Schritte auf Asche

Kevin Großkreutz ist am 19. Juli 1988 in Dortmund geboren und entdeckte schon früh seine Liebe zum Fußball. Bevor er im Juniorenbereich der Borussia anheuerte, spielte er beim FC Merkur 07 Dortmund, VfL Kemminghausen und DJK Rot-Weiß Obereving. Seine ersten fußballerischen Schritte machte er übrigens auf Asche.

Vom Fan zum Spieler

Großkreutz ist nicht nur Spieler von Borussia Dortmund, er ist auch durch und durch Fan des Clubs. Als Borussia Dortmund 1995 am letzten Spieltag Werder Bremen durch einen Sieg gegen den Hamburger SV in der Tabelle überholte und sich die Deutsche Meisterschaft holte, saß der damals Sechsjährige mit seinem Vater auf der Tribüne. Martin Großkreutz hatte die Leidenschaft für den BVB seinem Sohn quasi in die Wiege gelegt.

Der Durchbruch in Ahlen

Auch wenn er in Dortmund geboren und aufgewachsen ist, seine fußballerische Karriere führte ihn sieben Jahre lang nach Ahlen. Von 2002 an kickte Großkreutz für Rot Weiss Ahlen, erst im Junioren-Bereich, von 2006 bis 2009 dann bei den Senioren. 2008 schaffte er mit Ahlen den Aufstieg von der Regionalliga in die 2. Bundesliga. Dort spielte er unter anderem mit Marco Reus in einer Mannschaft, beide schafften 2009 den Sprung in die Bundesliga.

Engagiert

Während seiner Zeit in Ahlen und bis in die letzte Saison hinein war Kevin Großkreutz noch Co-Trainer einer Junioren-Mannschaft. Allerdings weder in Ahlen noch bei der Borussia, sondern bei der SG Phönix Eving, einem Dortmunder Stadtteilclub, wo Großkreutz' Familie lange Zeit wohnte.

Der Weg ins Netz

Während seiner ersten Saison beim BVB hatte Großkreutz eine Online-Kolumne bei "schwatzgelb", einer Fan-Website für die Dortmunder Borussia. Die Beiträge wurden allerdings kontrovers diskutiert, denn der Ur-Dortmunder nahm kein Blatt vor den Mund und sparte auch nicht bei Seitenhieben gegenüber dem Dauer-Rivalen aus Schalke.

Ganz nah bei Mama

Großkreutz ist ein Familienmensch und wohnte auch nach seinem Hauptschulabschluss und dem Beginn seiner Fußballer-Karriere weiter bei seinen Eltern. In Brechten hat der Borusse gerade ein Doppelhaus gebaut, die eine Hälfte für ihn, die andere für seine Familie.

Eine Fußballer-Familie

Marcel Großkreutz (Foto, l.) ist ein Cousin von Kevin. Der heute 26-Jährige spielte von 2005 bis 2010 ebenfalls bei der Dortmunder Borussia, allerdings lediglich in der 2. Mannschaft. 2010 wechselte Marcel Großkreutz zum Wuppertaler SV Borussia. Kevins kleiner Bruder Lenny (6) tritt auch schon gegen den Ball.

Stammspieler und Torgarant

Sein erstes Tor als BVB-Profi schoss der 22-Jährige am 15. Spieltag der Saison 2009/10 im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg. Es war das 1:0 beim klaren 4:0-Erfolg. Seine Mutter Pia verriet, sie habe damals Tränen in den Augen gehabt. In seinem ersten BVB-Jahr kam Großkreutz in 32 Spielern zu fünf Toren und drei Assists, in dieser Saison absolvierte er bislang alle 31 Spiele und steht bei acht Toren und sieben Vorlagen.

Starkes Debüt

Am 13. Mai 2010 debütierte der offensive Mittelfeldspieler für die A-Nationalmannschaft in der WM-Vorbereitung gegen Malta. Er wurde in der 57. Minute eingewechselt und leitete mit seinen ersten Ballkontakten das 2:0 beim 3:0-Erfolg ein. Eine Nominierung für den WM-Kader blieb allerdings aus, so konnte der Dortmunder die Pause für eine notwendige Knie-OP nutzen. Für die U 19 und der U 21 des DFB hatte Großkreutz nur wenige Spiele absolviert.

Eine haarige Angelegenheit

Die Haarpracht des 22-Jährigen ist in den letzten Monaten immer länger geworden - aus gutem Grund. Kevin Großkreutz will sich die Haare erst wieder schneiden lassen, wenn der BVB Deutscher Meister geworden ist.


Zusammengestellt von Jessica Pulter