München - Es ist das Spiel eins in der Liga für den VfB Stuttgart nach der Beurlaubung von Coach Bruno Labbadia. Der ehemalige U17-Trainer der Schwaben, Thomas Schneider, übernimmt das Ruder und hat in seinem Bundesliga-Debüt eine harte Nuss knacken: die TSG 1899 Hoffenheim.

Die Vorzeichen könnten beim schwäbisch-badischen Aufeinandertreffen kaum klarer sein. Der VfB hat noch null Zähler auf dem Konto, einen Trainerwechsel hinter sich und ist kürzlich aus der Europa-League ausgeschieden. Schlechter kann es für die Stuttgarter zurzeit wohl kaum laufen. Die TSG ist dagegen noch ungeschlagen und präsentiert attraktiven Fußball (ab 15 Uhr im Live-Ticker).

Den Blick nach vorne richten

Der beförderte Thomas Schneider gibt sich trotz der schwierigen Situation optimistisch: "Ich bin ein positiver Mensch und habe direkt nach dem Spiel zu meiner Mannschaft gesagt: 'Ich kann die Enttäuschung verstehen, sie darf heute auch noch andauern, aber ab morgen ist das abgehakt, und wir müssen und werden nach vorne blicken' ", sagte der Coach am Tag nach dem Ausscheiden.

Schneider erwartet gegen Hoffenheim "ein schwieriges Spiel, sie sind gut drauf und hätten mit etwas Glück alle drei bisherigen Bundesliga-Spiele gewinnen können." Personell kann der Coach aus dem Vollen schöpfen. Lediglich der Abgang von Serdar Tasci muss kompensiert werden.

Gisdol: "Wir können Spektakel"

Dass die Stuttgarter ihren Trainer gewechselt haben, interessiert die Hoffenheimer nur wenig: "Wir tun gut daran, uns auf unsere eigene Leistung zu konzentrieren", sagt Markus Gisdol. Der Coach weiß jedoch auch um die Schwierigkeit eines neuen Trainers: "Wir wissen nicht, welche Spieler beim VfB nun wieder bessere Karten haben, mit welcher Mannschaft der neue Trainer spielen wird. Gerade deswegen ist die Sache für uns so schwer einzuschätzen."

Die TSG geht mit richtig guter Laune in das Derby, spielt sie doch im Moment befreit auf. Die Euphorie überträgt sich auf den Platz: "Wir können Spektakel. Wir können nicht langweilig.", so der Coach. Personell müssen die Sinsheimer auf den gesperrten Sejad Salihovic verzichten, dagegen ist Sebastian Rudy wieder nach überstandener Sehnenzerrung in der Hüfte wieder mit von der Partie.