Über die Zukunft von Joan Laporta als Präsident des FC Barcelona soll am 24. August bei einer Generalversammlung entschieden werden.

"Ich finde, diese Frage sollte geklärt sein, bevor die Saison startet. Ich will nicht, dass diese Entscheidung hinausgezögert wird und für Unruhe in einer Spielzeit sorgt, von der wir uns viel erhoffen", sagte der umstrittene Laporta, dessen Amtszeit eigentlich noch bis 2010 läuft.

Interpretationssache

Allerdings hatte sich die Führungskrise bei Barca zuletzt zugespitzt. Vor vier Wochen waren bei einer Vorstandssitzung im Beisein von Laporta acht Führungsmitglieder zurückgetreten. Darunter waren der erste Vizepräsident Albert Vicens, der für Finanzen zuständige Vize Ferran Soriano und der für den sportlichen Bereich verantwortliche Vorstand Marc Ingla.

Der Grund dafür war die Interpretation des Ergebnisses eines Misstrauensvotums. Laporta hatte bei der Abstimmung unter 40.000 Clubmitgliedern nur 37,75 Prozent der Stimmen erhalten. 60,6 Prozent der Mitglieder wollten den Rechtsanwalt aus dem Amt haben. Für Neuwahlen hätte es allerdings einer Zweidrittel-Mehrheit bedurft.

Nach dem Votum hatte sich der 46-Jährige zum Entsetzen seiner Kritiker stolz als Sieger erklärt. Laporta wird seit dem Champions-League-Sieg der Katalanen 2006 vor allem eine verfehlte Personalpolitik vorgeworfen. Ursprünglich sollte die Versammlung erst am 27. August stattfinden, wurde aber wegen Terminproblemen vorverlegt.