Felix Magath ist momentan in aller Munde. Der Wolfsburger Trainer verfügt mit seinem Team als Tabellenführer über die besten Karten im Meisterschaftsendspurt und wechselt zur kommenden Saison zum FC Schalke 04.

Ein Erfolgsgeheimnis des Fußball-Lehrers liegt nicht nur in seiner intensiven Trainingsgestaltung begründet. Sondern auch an der perfekten Abstimmung von Spielermaterial und taktischer Ausrichtung.

Auch im Offiziellen Bundesliga Manager (OBM) stehen den Teammanagern eine Vielzahl von Aufstellungsvarianten zur Verfügung.

Raute oder nicht?

Magath setzt beim VfL auf ein 4-4-2-System mit Raute, also mit einem defensiven (Josué) und einem offensiven (Zvjezdan Misimovic) zentralen Spieler sowie mit Sascha Riether und Christian Gentner auf den Außenbahnen. Diese Variante war auch im OBM am vergangenen Spieltag die erfolgreichste. Von den 1054 OBM-Mannschaften, die diese taktische Ausrichtung wählten, waren 609 siegreich. Dies entspricht einer Quote von 57,8 %.

Doch natürlich ist es auch möglich, im 4-4-2-System beide zentralen Spieler nebeneinander agieren zu lassen und auf eine Raute zu verzichten. Bayer Leverkusen praktizierte diese taktische Ausrichtung beim 2:1-Erfolg in Schalke erfolgreich, als im Zentrum Arturo Vidal und Simon Rolfes auf einer Höhe spielten.

Im OBM war dies die meist gewählte Aufstellung des vergangenen Wochenendes, jedoch zumeist nicht von Erfolg gekrönt: 29.629 OBM-Trainer ließen ein 4-4-2 ohne Raute spielen, konnten aber nur 39.8 % (11.796) der Begegnungen für sich entscheiden.

Modernes 4-2-3-1

Immer mehr Teams setzen mittlerweile auf ein 4-2-3-1 System, in dem die offensiven Außenspieler die einzige Spitze unterstützen. Beim Aufsteiger 1. FC Köln, der durch den Sieg gegen Werder Bremen den Klassenerhalt so gut wie sicher hat, bekleidete Milivoje Novakovic die Position im Sturmzentrum und erzielte mit dem Treffer zum 1:0-Sieg bereits sein 16. Saisontor.

Im OBM war diese taktische Formation am vergangenen Spieltag die zweiterfolgreichste. Zwar traten nur 351 Teams in dieser Grundaufstellung an, 198 Siege sorgen aber für eine Erfolgsquote von 56.41%.

Dreierkette im OBM oft gewählt

Während in der Bundesliga kaum noch ein Team mit einer Dreierkette aufläuft, erfreut sich die offensive Ausrichtung im OBM großer Beliebtheit. 7150 OBM-Trainer setzten am 30. Spieltag auf ein 3-4-3-System ohne Raute, konnten jedoch nur 2929 Siege einfahren (40.97%).

Erfolgreicher waren die interaktiven Trainer, die die Dreierabwehrkette durch ein Fünfermittelfeld verstärkten und nur mit zwei Stürmern agierten. In der 3-5-2-Formation verließen die OBM-Trainer das virtuelle Grün in 6212 Partien 2826 Mal als Sieger (45.49%).

Da nun auch im OBM der Schlussspurt beginnt und im Meisterschaftsrennen sowie im Abstiegskampf die Entscheidungen fallen, sollten sich die interaktiven Trainer die taktische Ausrichtung gut überlegen. Das 4-4-2-System mit Raute steht aktuell in der Bundesliga und im OBM für den erfolgreichsten Fußball. Vielleicht für manche virtuelle Teammanager ein Anlass, die bisherige taktische Formation noch einmal zu überdenken.

Michael Krämer