Horst Hrubesch galt zu seiner aktiven Zeit als Profifußballer als einer der besten Kopfballspieler. Nicht von ungefähr wurde er als "Kopfballungeheuer" bezeichnet.

Grund genug, dass Horst Hrubesch die - aus seiner Sicht - besten Kopfballspieler der Bundesliga aller Zeiten präsentiert. Seine Top Ten:

1. Edin Dzeko (Wolfsburg): Dzeko ist für mich aktuell der beste Stürmer in der Bundesliga. Seine Laufwege, seine Technik, sein Einsatz, einfach Spitze. Und gerade sein Kopfballspiel ist ausgezeichnet, nicht umsonst hat er 2008/09 neun Tore per Kopf erzielt.

2. Klaus Fischer (1860 München, Schalke, Köln, Bochum): Klaus war zu meiner Zeit der perfekte Goalgetter. Ich wüsste nichts, was er nicht konnte. Er war das Maß aller Dinge, der Beste nach Gerd Müller. Und er hat immer wieder tolle Kopfballtore gemacht, wenn er nicht gerade per Fallrückzieher traf.

3. Dieter Hoeneß (Stuttgart, Bayern): Dieter war in erster Linie ein Brecher, der ganz in der Spitze spielt und dort auf Bälle lauert. In der Luft war er einfach unschlagbar. Und er gab immer alles - man erinnere sich nur an seinen Kopfballtreffer mit dem Turban im Pokalfinale gegen Nürnberg.

4. Karlheinz Riedle (BW Berlin, Bremen, Dortmund): Kalle war ja "nur" 1,80 Meter groß, aber seine Sprungkraft und sein Timing waren genial. Aber er war auch schnell, spritzig, wendig, mehr als nur ein Strafraumstürmer.

5. Michael Ballack (Kaiserslautern, Leverkusen, Bayern): Michael ist nicht nur ein sehr guter zentralen Mittelfeldspieler, er besticht auch durch seine unglaubliche Kopfballstärke. Er ist immer da, macht die ganz wichtigen Tore. Da kann ihn keiner halten.

6. Oliver Bierhoff (Uerdingen, HSV, Gladbach): Olli hat immer die entscheidenden Tore gemacht - wenn auch nicht in der Bundesliga. Aber er war zur Stelle, wusste, wohin er laufen muss, sein Timing stimmte. Mit dem Kopf war er überragend.

7. Mario Gomez (Stuttgart): Für mich ist Mario der Prototyp des Mittelstürmers, wie er heutzutage ausgebildet sein sollte. Beidfüssig, Zug zum Tor, der unbedingte Wille, das Tor zu machen. Er gibt nie auf. Und ist auch mit dem Kopf immer wieder zur Stelle.

8. Michael Preetz (Düsseldorf, Duisburg, Hertha): Michael war ein sehr beweglicher aber auch abgezockter Stürmer. Er konnte den Ball halten und verteilen. Sehr häufig legte er seinen Mitspielern per Kopf Torchancen auf. Oder er machte den Ball per Kopf gleich selbst rein.

9. Olaf Marschall (Dresden, Kaiserslautern): Olaf hatte zwei, drei Jahre, in denen ihm einfach alles gelang. Er war vielseitig veranlagt, bestach aber besonders durch seine Kopfballstärke. Im Meisterjahr 1998 traf er 21 Mal.

10. Horst Hrubesch (Essen, HSV, Dortmund): Ich habe doch gar nicht so viele Kopfballtore gemacht - von 136 Bundesligatoren waren nur 39 per Kopf. Aber es waren halt oft die entscheidenden Tore. Wie im EM-Finale 1980 oder beim 4:3 gegen die Bayern 1982.


Horst Hrubesch bestritt insgesamt 224 Spiele in der Bundesliga, erzielte 136 Tore. Mit Rot-Weiß Essen stieg er 1977 zunächst ab, schoss den Club dann aber mit 42 Toren in 35 Spielen zurück in die Bundesliga. Danach wechselte er zum Hamburger SV, mit dem er drei Mal Deutscher Meister und 1983 Europapokalsieger der Landesmeister wurde. Außerdem stand er 1980 noch einmal im Finale der Landesmeister und 1982 im Finale des UEFA-Cups. 1982 war er mit 27 Treffern Torschützenkönig der Bundesliga. Nach zwei Jahren bei Standard Lüttich in Belgien kam er 1985 noch einmal zu Borussia Dortmund. Für die deutsche Nationalmannschaft bestritt Hrubesch 21 Länderspiele (6 Tore) und wurde 1980 Europameister, als er im Finale gegen Belgien beide Tore zum 2:1-Sieg schoss, und 1982 Vize-Weltmeister.