Kaiserslautern - Der 1. FC Kaiserslautern und der 1. FSV Mainz 05 sind beide nicht gut gestartet. Doch jeder Fußballfan weiß, welche Rolle die Tabellensituation bei einem Derby spielt. Keine. Für die Fans geht es um mehr als drei Punkte, für die Trainer vor allem um diese wichtigen Zähler.

"Die Spiele gegen Mainz sind etwas Besonderes, sowohl für uns als auch für die Fans", weiß FCK-Innenverteidiger Martin Amedick. Dabei warten die Lauterer seit sechs Pflichtspielen auf einen "Dreier" gegen die Mainzer (ab 18 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

"Wollen den Fans etwas bieten"

Am Samstagabend soll diese "schwarze" Serie aus Sicht der Pfälzer ein Ende haben. Die Gastgeber stehen nach dem verpatzten Saisonstart mit nur zwei Punkten aus den ersten fünf Spielen mit dem Rücken zur Wand. Die momentane Situation nehmen sie sehr ernst, aber ohne Panik an. "Ich mache mir nur Gedanken über das Spiel gegen Mainz. Nach der guten Trainingswoche möchte ich am Samstag auf dem Platz stehen, Spaß am Fußball haben und die Punkte holen. Wir wollen wieder mehr Torgefahr ausstrahlen und den Fans etwas bieten", sagt Amedick. Auch Cheftrainer Marco Kurz freut sich auf die Partie: "Ein Derby kann man höher einstufen, wir wollen einen Sieg für unsere Fans und für uns. Noch fehlt das Erfolgserlebnis, aber wenn wir ein solches erreichen, fallen die Schritte danach leichter. Doch dafür sind wir selbst verantwortlich und wir arbeiten daran."

Personell stehen Kurz die selben Spieler wie in der Vorwoche gegen Borussia Mönchengladbach zur Verfügung. Zwar sind Adam Nemec und Dorge Kouemaha unter der Woche ins Mannschaftstraining zurückgekehrt, für die Partie gegen Mainz sind die beiden Angreifer aber voraussichtlich noch kein Thema.

Tuchel noch nicht vom Derbyfieber angesteckt

Etwas aus dem Tritt gekommen sind die Gäste aus Mainz nach dem guten Saisonstart mit zwei Siegen aus den ersten beiden Partien. Aus den vergangenen drei Bundesliga-Spielen sammelten die "05er" nur noch einen Punkt. Zuletzt gab es eine 0:4-Heimpleite gegen 1899 Hoffenheim. Spezielle Trainingsmaßnahmen hat Trainer Thomas Tuchel aufgrund der Gegentore vom letzten Heimspiel jedoch nicht getroffen. "Die Tore hatten kein Schema. Ich weiß nicht, ob es dem Eugen Polanski hilft, wenn ich ihm sage, dass er das nicht mehr machen soll", sagt Tuchel. Fehlende körperliche Fitness hat der Fußball-Lehrer bei seinen Spielern auch nicht ausgemacht: "Grundsätzlich bin ich davon überzeugt, dass wir gut trainiert sind." Und so steigt die Vorfreude auf das Gastpiel auf dem Betzenberg, auch wenn sich das Derbyfieber im Gegensatz zu seinen Spielern bei Tuchel noch nicht eingestellt hat: "Mit dem Anpfiff ist es da. In der Vorbereitung sehe ich es als meine Aufgaben an, das wegzulassen."

Die Verletztenliste ist kurz bei den Gästen. Nur Angreifer Adam Szalai (Aufbautraining) steht aktuell nicht zur Verfügung. Ansonsten kann der Mainzer Übungsleiter aus dem Vollen schöpfen.