"Wir fahren dahin, um zu gewinnen", gibt Hannover-Trainer Dieter Hecking die Marschroute für das Gastspiel bei Eintracht Frankfurt aus. Und in der Tat sind die Roten nach der verbesserungswürdigen Heim-Vorstellung gegen Bochum nun auf fremden Platz in der Pflicht.

Hecking plagen allerdings mit zahlreichen Ausfällen wieder altbekannte Probleme. "Ich erwarte von den Spielern, dass sie sich nicht hinter den Verletzungen verstecken", fordert Dieter Hecking vor dem Eintracht-Spiel von seinen Schützlingen.

Schlaudraff fällt aus

Obwohl die Personalnot sich unter der Woche noch zugespitzt hat, gewinnt der 96-Coach der Situation durchaus auch Positives ab: "Es ist umso reizvoller mit dem letzten Aufgebot nach Frankfurt zu fahren, denn dass schweisst zusammen".

Grund, sich zu beklagen, hätte Dieter Hecking dabei allemal: Neben den Langzeitverletzten Robert Enke (Kahnbeinbruch), Valérien Ismaël (Aufbautraining), Jan Rosenthal (Muskelfaserriss), Vinicius (Wadenverhärtung), Altin Lala (Bandscheibenvorfall) und Michael Tarnat (Trainingsrückstand), sowie dem gesperrten Jiri Stajner, muss Hannovers Trainer nun auch noch ohne Jan Schlaudraff (Leistenprobleme) auskommen.

Fahrenhorst wieder fit

Als ob das nicht genug wäre, gibt es für Samstag zwei zusätzliche Wackelkandidaten: Sturmtank Mikael Forssell (Schulterverletzung) wird bestenfalls auf der Bank sitzen; Gaëtan Krebs (Virus-Infektion) stellt laut Hecking "ein ganz dickes Fragezeichen" dar.

Nur gut, dass Frank Fahrenhorst und Florian Fromlowitz, die unter der Woche Trainingspausen einlegen mussten, rechtzeitig fit geworden sind und Hanno Balitsch seine Gelbsperre abgesessen hat - drei Lichtblicke gegenüber vermutlich zehn Ausfällen.